Menschen vor Gericht

Berufungsverhandlung vor dem OLG, ich vertrete die Klägerin.

Ein ehemaliger Rechtsanwalt hatte die Klägerin um ihr Vermögen gebracht, Schadensersatz in 6stelliger Höhe wurde gefordert, in ersters Instanz teilweise obsiegt. Dagegen erfolgte die beiderseitige Berufung. In der Berufungsverhandlung vor dem OLG macht der Senat deutlich, dass er der Klage insgesamt keine Chance gibt, auf die Berufung wird das erstinstanzliche Urteil aufgehoben, die Klage insgesamt abgwiesen.

Die Mandantin ist nach 6 Jahren Kampf am Boden zerstört. Beim Verlassen des Gerichtssaals faucht sie die Prozessbevollmächtigte des Beklagten – seine Ehefrau – an:

Das werden Sie noch bereuen, richten Sie das Ihrem Mann aus. Wir werden uns weiter wenden.

Einen knappen Monat später liegt mir der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung des Beklagten und ehemaligen Rechtsanwalts vor, der sich durch diese Äußerung “bedroht” gefühlt habe.

Heute völlig andere Sache, ich vertrete die Beklagte, ein Unternehmen des Transportgewerbes. Ein Subunternehmer macht angeblich rückständige Forderungen in Höhe von 5.700 Euro geltend, mein Mandant er…

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Themen: Knast , Kanzlei

Erschienen 26. Januar 2012 auf http://www.ra-haensch.de/php/wordpress.

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