Meningitis an der Uni Bayreuth
am 02.02.2006 von http://www.jurablog.com
Traurige Neuigkeiten aus der Bayreuther RW Fakultät: Ein Kommilitone aus meinem Semester liegt seit mehr als einer Woche im (künstlichen) Koma. Diagnose: bakterielle Meningitis. Bekannt wurde der Fall vor einer Woche, als unsere lokale Tageszeitung (Nordbayerischer Kurier) fast halbseitig über den Fall berichtete. Noch am selben Morgen besuchte das Bayreuther Gesundheitsamt zwei Vorlesungen in denen sich der Erkrankte gewöhnlich aufhielt und informierte die anderen Studenten (unseres Semesters) über den Fall und die Risiken. Verbunden mit der Aufforderung (?) sich Antibiotika zu besorgen. Eine Bitte, die zu einem massenhaften Ansturm auf die Bayreuther Ärzte führte, da sich so ziemlich jeder (ob freiwillig oder auf Drängen nahestehender Personen ) das erwähnte Antibiotikum besorgte. Besonders dem Erkrankten nahestehende Personen wurden aufgefordert sich ärztlich untersuchen zu lassen. Ich selber hatte seinen Namen vorher noch nie gehört, dementsprechend gering schätzte ich auch das Risiko ein mich infiziert zu haben. (Während andere schon aus Angst vor infizierten Türklinken zum Arzt rannten…).
Sicher eine schwierige Frage für die Universitätsleitung und das Gesundheitsamt wie in so einem Fall zu verfahren ist. Natürlich hängt das auch immer von der Gefährlichkeit der Erkrankung, Inkubationszeit, Ansteckungsmöglichkeiten etc. ab, im vorliegenden Fall hält sich die Ansteckungsgefahr aber sehr in Grenzen (Man müsste ihn schon abgeknutscht haben!). Und wenn ich das richtig verstanden habe ist eine Weitergabe im späteren Stadium ohnehin kaum möglich, die Aufforderung sich vorsorglich mit Antibiotika einzudecken erscheint mir also etwas überzogen. Zumal das einzige (?) wirksame Antibiotika auch enorme Nebenwirkungen mit sich bringt (wie mir gestern erst von …
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