SPD sackt in Forsa-Umfrage auf 23 Prozent ab
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Berlin (Reuters) - Union und FDP können sich gut sechs Wochen vor der Bundestagswahl trotz eines Vorsprungs in den Umfragen einer Mehrheit nicht sicher sein.
Während das Forsa-Institut die Wunsch-Koalitionspartner CDU/CSU und Liberale stabil bei einer knappen absoluten Mehrheit von 51 Prozent der Stimmen sieht, ist laut Emnid der Vorsprung von Schwarz-Gelb mit 49 Prozent auf zwei Punkte geschmolzen.
Grund dafür ist, dass die Union Emnid-Zahlen vom Mittwoch zufolge mit 35 Prozent unverändert auf dem schwachen Niveau von 2005 verharrt und die FDP gegenüber der Vorwoche einen Punkt auf 14 Prozent eingebüßt hat. Die SPD legte in der Umfrage im Auftrag des Senders N24 um einen Punkt auf 24 Prozent zu. Stabil liegen die Grünen bei zwölf und die Linkspartei bei elf Prozent.
In der Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" und RTL kommen CDU und CSU dagegen auf 38 Prozent (plus ein Prozentpunkt), während die FDP auch hier einen Punkt auf 13 Prozent fällt. Die in Forsa-Umfragen seit Wochen besonders niedrig gewertete SPD legte einen Punkt auf 21 Prozent zu, die Grünen sanken um einen Punkt auf zwölf Prozent und die Linke erreichte wie in der Vorwoche elf Prozent.
Weniger eindeutig als das voraussichtliche Stimmverhalten fielen bei den von Forsa Befragten die Aussagen zur gewünschten künftigen Regierungskoalition aus. Für das von Union und FDP angestrebte Bündnis sprachen sich nur 31 Prozent aus. Rund 22 Prozent äußerten sich unentschlossen zur Koalitionsfrage. Für eine Fortsetzung der großen Koalition plädierten 17 Prozent, elf Prozent für ein Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei. Eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen fänden nur neun Prozent interessant, eine schwarz-grüne Koalition oder gar ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen nur jeweils fünf Prozent.
Erschienen 12. August 2009 bei http://www.reuters.com.
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