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Maulauf!-Chefin geht in Berufung

am 10.02.2008 von http://www.woetzel-online.info/

Der Strafprozess gegen Heike Pauline Grauf geht in die zweite Runde: Die 48-jährige Aktionskünstlerin hat gegen ihre Verurteilung zu 400 Euro Geldstrafe wegen Beleidigung des Uni-Präsidenten Berufung eingelegt. Grauf wurde vergangene Woche zu 40 Tagessätzen von 10 Euro Geldstrafe verurteilt, weil sie nach Ansicht des Amtsgerichts in einem Flugblatt die Grenze zur Beleidigung überschritten hat. In dem Flyer wurde Professor Dr. Axel Haase als vermeintlich Hauptverantwortlicher der Tierversuche an der Universität Würzburg angegriffen und mit einer Vielzahl von harten Ausdrücken belegt. Staatsanwaltschaft und auch Strafrichter Thomas Behl bewerteten den Text als unzulässige „Schmähkritik“. Eine der insgesamt vier Angeklagten wurde freigesprochen, weil sie bei der Aktion der Straßentheatergruppe „Maulauf!“ in der Universität nachweislich nicht dabei war. Zwei weitere Maulauf!-Mitglieder haben das Urteil akzeptiert, nur Grauf will auch in der zweiten Instanz weiterkämpfen. Der Richter Behl verstehe nichts von Kunst- und Meinungsfreiheit, seine Urteilsbegründung sei „so dürftig ausgefallen wie das Mahl eines Kindes in der Dritten Welt“, erklärt Grauf in einer Pressemitteilung. Nach dem Prozess habe sie vor allem aus finanziellen Gründen über die Einlegung von Rechtsmitteln nachgedacht und sich dafür entschieden: „Ich habe eine Berufung, deshalb muss ich auch in Berufung gehen. Nach diesen Worten ist zu befürchten, dass sie auch die Öffentlichkeit des Prozesses vor der Berufungskammer des Landgerichts dazu nutzen will, um gegen Tierversuche an der Universität zu protestieren. Meine Meinung: Bei allem Respekt vor dem Kampf gegen Tierversuche: Die Pressemitteilung von Heike Pauline Grauf zeigt, dass sie auch nach über vierstündiger Verhandlung vor …

Hasen-Darstellerin muss 200 Euro Buße zahlen

schreibmaschine / Noch einmal musste sich der Würzburger Strafrichter Thomas Behl am Montag mit einer umstrittenen Aktion der Straßentheatergruppe „Maulauf“ an der Universität beschäftigen. Wie mehrfach berichtet, hatten die Aktio…

Uni-Präsident beleidigt: Ich fühle mich diffamiert

schreibmaschine / "Wir haben gegen ein Kapitalverbrechen protestiert“, sagte Heike Pauline Grauf gestern vor dem Würzburger Amtsgericht. Weil sie bei ihrem Protest gegen Tierversuche an der Universität die Grenzen der Kunst- und Meinungsfreiheit &…

Kunstfreiheit oder Beleidigung?

schreibmaschine / Für Zurückhaltung sind die Würzburger Aktionskünstlerin Heike Pauline Grauf und ihre Straßentheatergruppe „Maulauf!“ nicht bekannt. Jetzt sollen Grauf und drei Mitstreiter nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die …

UL-Anhänger wegen Beleidigung verurteilt

schreibmaschine / Weil er in dem seit Jahren schwelenden Streit mit einem benachbarten Jagdpächter zu unlauteren Mittel gegriffen hat, soll der Geschäftsführer einer von der Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“ (UL) betriebenen Gesellsc…

Sparsamer Bürgermeister muss zahlen

schreibmaschine / Weil er der Gemeindekasse 5.000 Euro Kosten ersparen wollte, muss der Bürgermeister einer Marktgemeinde im Kreis Würzburg jetzt in die eigene Tasche greifen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 56-Jährigen „Unerlaubtes Betreiben ei…

Ist Strafverteidigung noch Kampf?

Mord ist mein Beruf /   „Verteidigung ist Kampf“ durfte niemals als billige Rechtfertigung für eine schlechte und ungeschickte, aber stark und mächtig daherkommende Verteidigungsstrategie sein. „Dumm und stark“ kam früher in Pe…

Hysterischer Anfall vor Gericht kostet 150 Euro

schreibmaschine / Ihr Nervenkostüm nicht im Griff hat offenbar eine 44-jährige Würzburgerin: Erst wurde sie in einem Geschäft in der Semmelstraße ausfällig, dann schrie sie im Strafprozess vor dem Amtsgericht so laut herum, dass der…

Straßenbahn-Gegner nimmt Berufung zurück

schreibmaschine / Rechtskräftig ist seit Freitag das Urteil gegen einen 55 Jahre alten Würzburger, der vor einigen Jahren einen regelrechten Kleinkrieg gegen die Bus- und Straßenbahnfahrer der WSB geführt hat. Im Prozess vor dem Landgericht nahm d…

Schläge mit der Leine kosten 2.400 Euro

schreibmaschine / Erst hat er alles abgestritten, dann den Richterspruch aber doch angenommen: Weil er seinen und einen fremden Schäferhund mit der Leine verprügelt hat, muss ein 50-jähriger Würzburger 2.400 Euro Geldstrafe bezahlen. Wer inne…

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Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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