15 Euro Schein: 90 Euro Gewinn mit 15 Blüten
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„Das ist kein Kavaliersdelikt mehr, sondern eine Tat aus dem Bereich der Schwerkriminalität“, sagte Richter Thomas Behl. Weil sie eine israelische Maschinenpistole Marke „Uzi“ und einen Magnum-Revolver verkaufen wollten, wurden zwei Türken am Montag vom Amtsgericht Würzburg zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die beiden 23 und 37 Jahre alten Männer aus Baden-Württemberg hatten die Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz (die Maschinenpistole gilt als "Kriegswaffe") eingeräumt.
Eigentümer der beiden illegalen Waffen war ein 23-jähriger Autohändler. Er habe die Uzi und den Revolver zum Selbstschutz gekauft, ließ er seinen Verteidiger mitteilen. Außerdem sei es bei seinen Landsleuten üblich, Siege ihrer Fußball-Nationalmannschaft mit Schüssen in die Luft zu feiern. "Diese GEschichte kann man glauben, oder auch nicht. Wir glauben sie nicht", meinte Behl. Der Kauf für 1.600 Euro bei einem Mann in Heilbronn soll kurz vor der Fußball-EM 2006 stattgefunden haben. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Revolver im Jahr 1993 bei einem Raubüberfall auf einen Geldtransport in Heilbronn erbeutet wurde. Die Kriminalpolizei hofft, auch diese Tat aufklären zu können.
Als der 23-Jährige in Geldnot geriet, wollte er die Waffen Gewinn bringend verkaufen. „Er wollte mit dem Geld seine Hochzeit finanzieren“, so der Verteidiger. Die Initiative für den Waffendeal ging aber von dem 37-jährigen Angeklagten aus, der als politischer Flüchtling in Deutschland Asyl hat. Was die beiden Männern nicht ahnten: Der Kaufinteressent, den ihnen ein weiterer Bekannter vermittelte, war ein V-Mann der Polizei.
Bei den Verkaufsverhandlungen am 25. Juli 2008 in Randersacker (Kreis Würzburg) forderten die beiden verhinderten Waffenhändler stolze 13.000 Euro für die Maschinenpistole und den Revolv…
» Vollständiger ArtikelErschienen 20. Februar 2009 auf http://www.woetzel-online.info/.
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