Marktteilnahme gegen Datenzugriff – Indien will alles
Datenübertragungen ins Ausland sind Standard. Jedes international arbeitende Unternehmen muss bestimmte Daten mit Kunden und
Geschäftspartnern austauschen. Multinationale Konzerne rechnen zentral ab, verfügen über eine zentrale Personalverwaltung oder nutzen einheitliche IT-Systeme.
Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist die Übertragung im Verhältnis zur Notwendigkeit unangemessen schwierig geregelt.
Hintergrund ist, dass viele Länder dieser Welt dem Thema noch keine angemessene Bedeutung einräumen. Aus datenschutzrechtlicher Sicht
werden diese daher zu Recht als “unsichere Drittländer” bezeichnet. Vielleicht reicht diese pauschale Bezeichnung nach neuesten
Nachrichten über indische Geheimdienstpraktiken für dieses Land nicht mehr aus…
Besonders unsichere Drittländer
Wenn sich die Dokumente als echt erweisen, welche die indische Hackertruppe “The Lords of Dharmaraja” von Servern des indischen
Geheimdienst entwendet haben wollen, dann ist es Zeit für die Kategorie “besonders unsichere Drittländer”.
Medienberichten zur Folge ergibt sich aus diesen Dokumenten, dass der indische Geheimdienst CBI mit den großen Mobilfunkherstellern
Apple, und RIM eine Vereinbarung getroffen habe. Danach
dürfen die Hersteller ihre Geräte auf dem indischen Markt nur dann verkaufen, wenn sie dem CBI im Gegenzug den Zugriff auf die von
den Smartphones versendeten E-Mails und die sonstige Kommunikation ermöglichen. Damit wären dann der Totalüberwachung Tür und Tor
geöffnet.
Indien dementiert
Ein des indischen Militärs, dem auch der CBI
zuzurechnen ist, spricht von einer bösartigen Fälschung.
Die haben allerdings weitere Informationen
versprochen, die die Echtheit der Dokumente beweisen sollen. Insbesondere wollen sie Dokumente präsentieren, welche die interne
Kommunikation einer US-Behörde beinhalten soll. Die “U.S.-China Economic and Security Review Commission” (USCC) fiel dem
Lauschangriff demnach bereits 2011 zum Opfer. Dazu sollen weitere Interna veröffentlicht werden.
Welche Rolle spielen die Hersteller ?
Abgesehen von der dreisten Koppelung an den Marktzugang durch die indischen Behörden, würde dieser Vorfall allerdings auch das
Vertrauen …
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