(Markenrecht Berlin) BPatG vom 1.12.2010: Der Eintragung der Marke „Das Örtliche“ steht kein Schutzhindernis entgegen (29 W (pat) 163/10)

Das Bundespatentgericht hat auf eine Beschwerde eine Entscheidung des DPMA aufgehoben, die der Marke „Das Örtliche“ die Eintragung versagt hatte. Das BPatG führt aus, dass auch die Entscheidung, die der Marke „Das Regionale“ die Unterscheidungskraft abgesprochen hatte, damit überholt sei (25 W (pat) 20/05 -Das Regionale).

BUNDESPATENTGERICHT

29 W (pat) 163/10 Verkündet am

_______________ 1. Dezember 2010

BESCHLUSS

In der Beschwerdesache

betreffend die Markenanmeldung 30 2008 071 450.6

BPatG 154

hat der 29. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts auf die mündliche Verhandlung vom 1. Dezember 2010 durch die Vorsitzende Richterin Grabrucker, den Richter Dr. Kortbein und die Richterin Kortge

beschlossen:

Der Beschluss der Markenstelle für Klasse 16 des Deutschen Patent- und Markenamtes vom 17. Mai 2010 wird aufgehoben.

Gründe

I.

Das Wortzeichen

Das Örtliche

ist am 5. November 2008 zur Eintragung als Marke in das beim Deutschen Patent-und Markenamt (DPMA) geführte Register für nachfolgende Waren und Dienstleistungen angemeldet worden:

Klasse 9:

Computersoftware; CD-ROMs; Datenbanken oder über das Internet gelieferte Veröffentlichungen (herunterladbar); optoelektronische gespeicherte und lesbare Verzeichnisse auf CD-ROM; ComputerHardware; Apparate zum Empfang, zur Aufzeichnung, Übertragung, Verarbeitung und Wiedergabe von Ton, Bild oder Daten;

Klasse 16:

Papier, Pappe (Karton) und Waren aus diesen Materialien, soweit sie nicht in anderen Klassen enthalten sind; Schreibwaren; Druckereierzeugnisse, Buchbinderartikel;

Klasse 35:

Werbung; Zusammenstellung von Verzeichnissen zur Veröffentlichung im Internet; Unternehmensverwaltung; Geschäftsführung; Zusammenstellen, Systematisieren und Pflege von Daten und Informationen in Computerdatenbanken; Büroarbeiten;

Klasse 38:

Telekommunikation; Übermittlung von Informationen (einschließlich Webseiten) und anderen Daten; Bereitstellung des Zugriffs auf Datenbanken und Informationen über ein globales Computernetz;

Klasse 41:

Unterhaltung, Online-Bereitstellung elektronischer Veröffentlichungen; Veröffentlichung und Herausgabe von Verlagsdruckereierzeugnissen;

Klasse 42:

Verschaffen des Zugriffs auf einen zentralen Datenbankrechner; Programmierung und Design von Webseiten im Internet; Betrieb von Suchmaschinen; Speicherung von Daten in Computerdatenbanken; Erstellen von Programmen für die Datenverarbeitung; Verschaffen des Zugriffs auf Datenbanken, insbesondere auch im Internet; elektronische Speicherung von Daten für Dritte; Erstellen, Pflege und Wartung von elektronischen Datenbanken und von Software, soweit in dieser Klasse enthalten.

Mit Beschluss vom 17. Mai 2010 h…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Berlin , Dpma , Marke , Abmahnungen , Das örtliche , Computersoftware , Unterscheidungskraft , Eintragung , Anwalt Markenrecht Berlin , Bundedspatentgericht
Rechtsgebiet: Markenrecht

Erschienen 17. Januar 2011 auf http://www.ra-juedemann.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Unterscheidungskraft bei „Privat Edition“

Kanzlei Quandel | 3. September 2009 — Das Bundespatentgericht hat in seinem Beschluss vom 24.06.2009 (Az. 29 W (pat) 2/09) zur Frage der Unterscheidungskraft der angeme…

BGH: hey! - Einem Wort-/Bildzeichen, das aus der Kombination einfacher graphischer Elemente mit einem Wort besteht und vom Verkehr…

MEDIEN INTERNET und RECHT | 16. Mai 2010 — 1. Unterscheidungskraft im Sinne von § 8 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG ist die einer Marke innewohnende (konkrete) Eignung, vom Verkehr als…

BPatG: “Abooffice” ist als Marke für Bürodienstleistungen eintragungsfähig und nicht freihaltungsbedürftig

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 18. Mai 2010 — BPatG, Beschluss vom 2010, Az. 29 W (pat) 4/10 §§ 8 Abs. 2 Nr. 1 und 2; 33 Abs. 2; 37 Abs. 1; 41 MarkenG Das BPatG hat ents…

Markenrecht:"PLATIN SCHALLPLATTE" keine Unterscheidungskraft!

Kanzlei Dr. Schenk | 5. November 2011 — Das Bundespatentgericht hatte im Beschluss vom 27.09.2011 (Az. 27 W (pat) 560/10) über die Unterscheidungskraft der angemelde…

BPatG: Wortfolge "Mit Liebe gemacht" nicht als Marke für Lebensmittel eintragbar

Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 30. Dezember 2010 — BPatG Beschluss vom 09.12.2010 25 W (pat) 537/10 Mit Liebe gemacht Das BPatG hat entschieden, dass die Wortfolge "Mit Liebe gemach…

"RECHNET MIT ALLEM" nicht eintragungsfähig

kanzlei.biz | 26. März 2012 — Eigener Leitsatz: Dem Slogan "RECHNET MIT ALLEM" fehlt jegliche Unterscheidungskraft. Aus dem Zeichen lässt sich kein Hinweis auf …

BPatG: Eine Wortfolge, der es an Unterscheidungskraft fehlt, kann eingbettet in eine aufwendige grafische Gestaltung als Marke ein…

Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 26. Januar 2011 — BPatG Beschluss vom 12.01.2011 29 W (pat) 157/10 Premium Ingredients International Eine Wortfolge, der es an Unterscheidungskraft

Dirndlwahnsinn: BPat: Dirndlwahnsinn

MarkenBlog | 30. Oktober 2006 — Im Beschwerdeverfahren 27 W (pat) 15/06 hatte sich der 27. Senat des Bundespatentgerichtes mit der Unterscheidungskraft der Wor…

Wort-/Bildmarke "TISCH & TREND" ist eintragungsfähig

kanzlei.biz | 3. Mai 2011 — Eigener Leitsatz: Die für die angemeldete Wort-/Bildmarke "TISCH & TREND" im Bereich Hygiene und Elektronik eingetragenen W…

BGH: Marlene-Dietrich-Bildnis - Das Bildnis einer (verstorbenen oder lebenden) Person ist grundsätzlich dem Markenschutz zugänglic…

MEDIEN INTERNET und RECHT | 26. September 2008 — 1. Das Bildnis einer (verstorbenen oder lebenden) Person ist grundsätzlich dem Markenschutz zugänglich. 2. Wie auch der Name einer…