Mandant fühlt sich ungerecht behandelt vom Gericht

Nicht zufrieden war gestern mein Mandant, der vom Schöffengericht zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden war. Nach der Urteilsverkündung warf er der Vorsitzenden vor, sie hätte gar nichts zu seinen Gunsten angeführt in ihrer Urteilsbegründung, sondern nur negativ über ihn gesprochen.

Die Anklage warf meinem Mandanten vor, zwei Raube begangen zu haben. Einen davon in Deutschland, indem er in einer Spielhalle die Aufsicht zur Seite gedrängt und fixiert habe, um dann 100 € aus der Kasse zu nehmen. Die geringe Beute, die kurz danach zurückgezahlt wurde und die anderen Tatumstände, wie geringe Gewaltanwendung, führten dazu, dass das es zu einer Verurteilung wegen Raubes in einem minderschweren Fall.

Die andere Sache soll sich in der Türkei abgespielt haben. Die Anklage warf meinem Mandanten vor, vor einem Geldautomaten einen Mann zur Seite gestoßen zu haben, um dann die EC-Karte aus dem Schlitz des Automatens zu nehmen, wobei es anschliesend zur Abhebung von 1000 € gekommen sei.

Der Geschädigte war sich sicher, meinen Mandanten erkannt zu haben, außerdem habe er über das gemeinsame Hotel die Personalien meines Mandanten ermittelt und ihn sogar foto…

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Erschienen 7. September 2007 auf http://strafverteidigerbericht.beeplog.de.

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