Mama machts umsonst

Der Sohn will studieren und streitet sich mit der Uni vor dem Verwaltungsgericht um einen Studienplatz.

Für dieses Verfahren begehrt er Prozesskostenhilfe.

Aber Mama ist Rechtsanwältin.

Ausführlich begründet das OVG, dass ein Anspruch des Sohnes gegen die Mutter auf Zahlung eines Prozesskostenvorschusses nicht besteht, da Mama über nicht genügend Einkommen und Vermögen verfügt.

Das OVG gewährt schließlich PKH, lehnt aber die Beiordnung der Mutter als Prozessbevollmächtigte ab.

Selbst wenn davon auszugehen ist, dass der Antragsteller nicht über die erforderlichen Kenntnisse verfügt, um den Kapazitätsprozess selbst sachgerecht zu führen, so kann er hierzu auf die Hilfe seiner Mutter zurückgreifen, die Rechtsanwältin ist und die sich für ihn im erstinstanzlichen Verfahren, in dem im Übrigen kein Anwaltszwang besteht, auch bestellt hat und ihm gegenüber, wenn auch nicht zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses, so doch auf der Grundlage von § 1618 a BGB zum Beistand verpflichtet ist. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Mutter des Antragstellers diesem für ihre Unterstützung in dem eingeleiteten Eilrechtsschutzverfahren ein Honorar in Rechnung stellen würde. Ein solches Verhalten wäre auch in Fällen, in denen keine Prozesskostenhilfebedürftigkei…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Zpo , Einkommen , Prozesskostenhilfe , Mama , Studienplatz , Hopper , Beiordnung , Verfahrenskostenhilfe
Rechtsgebiet: Familienrecht

Erschienen 6. Juni 2011 auf http://www.blog.beck.de/blog.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Mama kann nicht beigeordnet werden

beck-blog | 7. Januar 2011 — Über eine nicht ganz alltägliche Fallgestaltung hatte das OVG Saarlouis im Beschluss vom 20.12.2010 – 2 D 333/10 - im Rahmen d…

Oft vergessen: Der Anspruch auf Verfahrenskostenvorschuss

beck-blog | 24. Oktober 2011 — Das minderjährige Kind machte (vertreten durch die Mutter) Unterhaltsansprüche gegen den Vater geltend. In der mündlichen Verha…

Originalkonversation, muss das AGG geändert werden ?

Panorama | 16. Februar 2008 — Ein dreijähriger spricht mit seiner Mutter. Kind: Wir gehen jetzt alle in den Zoo. Papa, Philipp, Opa, Julio. Du nicht, Du gehst i…

OVG Saarlouis: Anwälte müssen ihre Kinder vor Gericht kostenlos vertreten

Fokus Familienrecht | 7. September 2011 — Eheleute müssen einander nach § 1360 a IV BGB Gerichtskosten für notwendige persönliche Verfahren finanzieren. Nach einer aktuel…

Stillen und Umgang

beck-blog | 31. Mai 2010 — Sohn S wurde im November 2007 geboren und lebt bei der Mutter. Der Vater begehrte ein Umgansrecht mit Übernachtung. Die Mutte…

Es tut sich was,…

mepHisto-bLAWg | 27. Januar 2006 — …in dieser Woche beim Zwiebelfisch: “Auf einem Kölner Wochenmarkt bittet ein kleines Mädchen seine Mutter um ein Eis: “Mama, tust …

Mutter von Schulschwänzer verurteilt

Anwalt & Strafverteidiger Blog | 20. Mai 2011 — Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main verhängte als letzte Instanz eine sechs monatige Freiheitsstrafe gegen die Mutter eines …

BSG: Kein Hartz IV für Stiefkinder

anwalt-kiel.com | 16. November 2008 — Das Bundessozialgericht - B 14 AS 2/08 R - hat entschieden, dass Kein Anspruch des Stiefkindes auf Leistungen nach dem SGB II (Har…

Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe

Rechtslupe | 17. Oktober 2011 — Ein bedürftiger Beteiligter kann im Rahmen der Prüfung von Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe nicht mehr auf einen Anspruch …

Ist "andersrum" mutwillig?

beck-blog | 2. Januar 2012Sabrina (7) lebt bei ihrer Mutter. Der Vater kümmert sich nicht. Jetzt stellt die Mutter den Antrag, den Vater zu verpflich…