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Mal wieder: Jura Bolognese

am 28.03.2008 von Juristisches bei unfehlbar.net

Die gestrige Ausgabe der FAZ (Nr. 72 vom 27.3.2008) hat sich mal wieder mit dem für und wider einer an Bologna ausgerichteten Reform der Juristenausbildung befasst. Auf S. 6 gibt Christian Hattenhauer, Professor für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Rechtsvergleichung an der Uni Heidelberg unter dem Titel “Der Doktor - Ritter oder Schweinekastrierer?” einen sehr interessanten historischen Abriss über die Juristenausbildung seit dem frühen Mittelalter. Selbst, wer in Rechtsgeschichte einigermaßen bewandert ist, kann hier noch etwas lernen.
Bedauerlich ist dagegen, dass seine daran anschließenden Argumente gegen eine Ausbildungsreform lediglich bereits Bekanntes wiederholen und keinerlei neue Fakten bringen. Den Beweis dafür, dass die “deutsche Rechtspflege (..) durch eine Masse minderqualifizierter Baccalaurei gefährdet” wäre, bleibt Hattenhauer schuldig. Die von ihm angenommene Gesamtausbildungsdauer von “nur” sechseinhalb Jahren erscheint jemandem, der gerade nach dem zehnten Semester sein erstes Examen abgeschlossen hat und dabei durchaus nicht getrödelt hat, utopisch kurz. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der Anforderungen des Arbeitsmarktes: Wo soll man in sechseinhalb Jahren noch einen Auslandsaufenthalt unterbringen? Gerade die fehlende Internationalität der deutschen Juristen, die mit dem Begriff “nationaler Autismus” noch milde bezeichnet ist, gälte es zu beheben. Wer die persönliche Erfahrung eines Auslandsaufenthaltes gewagt hat, stellt leicht fest, dass gerade in Deutschland die nationalen Scheuklappen extrem ausgeprägt sind. An vergleichenden und historischen Bezügen fehlt es derzeit völlig.
Dass schließlich Bologna ein “Ende des rechtswissenschaftlichen Studiums zugunsten einer lediglich rechtsnahen Ausbildung mit sich brächte” mag als möglich erscheinen. Doch darf man auch heute schon fragen, wie groß der Anteil derjenigen Studenten, die tatsächlich “Rechtswissenschaft” lernen und …

Juristenausbildung - Volljurist & Assessor vs. Barchelor & Master

Weblawg.de / ... Es besteht kein Anlass, die besondere Tradition der deutschen Juristenausbildung aufzugeben. Die deutschen Juristen stehen international hervorragend da, gerade auch mit der Gesamtausbildungsdauer von nur sechseinhalb Jahren. Die hohe Qualität d…

Der Bachelor als rechtsnahe Ausbildung - vom Salto rückwärts in die Oberstufe und einem ironischen Zug der Geschichte

Jurabilis / Zwei aktuelle Beiträge hochrangiger Autoren widmen sich dem Bachelor: Der Kulturstaatsminister a. D. Julian Nida-Rümelin äußert sich in der taz zum Bachelor generell. In der FAZ schreibt Professor Dr. Christian Hattenhauer über den Bachelor…

Neues zur Debatte um “Jura Bolognese”

Juristisches bei unfehlbar.net / Einmal mehr widmet sich die FAZ dem Thema “Bologna für Juristen” und lässt dabei in ihrer heutigen Ausgabe unter “Staat und Recht” den ehemaligen Präsidenten des Hessischen Justizprüfungsamtes Herrmann Step…

Bologna als juristisches Fastfood? McLaw darf es nicht geben

Jurabilis / Harte, klare, aber eben auch notwendige Worte finden die Professoren Michael Hettinger aus Mainz und Rainer Zaczyk aus Bonn im Editorial der 15. NJW diesen Jahres gegen Bologna, und stoßen dabei ins gleiche Horn wie vor einiger Zeit Professor H…

Replik zur Rede von Frau Dr. Beate Merk vom 22.09.2005

Jurafernstudium-Blog / Durch einen Besucher meiner Webseite wurde ich dankenswerterweise auf die Rede von Frau Dr. Beate Merk (Justizministerin des Freistaates Bayern) “Reform nach der Reform? - Die Vereinbarkeit der Juristenausbildung in Deutschland mit dem Anliegen…

Jura ist keine Wissenschaft

Juristisches bei unfehlbar.net / Ich konnte nicht länger widerstehen und habe endlich das Buch gekauft, vor dem ich schon lange Stunden in der Buchhandlung verbracht habe, über den zugegeben hohen Preis meditierend. Das Buch, das mir schon auf Italienisch so gut gefallen hat. Bere…

Neuigkeiten zur Juristenausbildung

staatsrecht.info / Der Bericht zu den Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die Juristenausbildung, der der Justizministerkonferenz bereits Mitte Oktober vorgelegen hatte, ist nun online verfügbar. Den Argumenten gegen die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudieng…

Latein im Alltag: Der Lebenslauf

Jurakopf / Jeder kennt es, vor allem Juristen nutzen es: “curricilum vitae”. Der gemeine Bürger schreibt “Lebenslauf”, uns Juristen ist das natürlich nicht gut genug. Das muss schon lateinisch sein, da hilft nix. Interessant wird es im…

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Ali Al-Zand, Ansgar Koreng

Unbestechlich, zynisch und manchmal nicht ganz ernst.

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