Mal wieder

Zug fällt aus

heißt es mal wieder auf der Anzeigetafel im Gladbacher Hauptbahnhof.

Gleich zwei Züge hat es diesmal getroffen, leider genau die, mit denen ich zu einem Gerichtstermin nach Essen fahren wollte. Glücklicherweise habe ich heute morgen mein übliches Zusatzzeitfenster für Bahnfahrten nicht gegen 15m länger im Bett eingetauscht, sodass der Termin trotzdem noch pünklich zu erreichen ist (auch wenn es für die Strecke vom HBF zum Amtsgericht ein Taxi brauchte).

Gegen die Probleme im Nah- und Regionalverkehr helfen halt keine auf Hochglanz polierten Megabahnhöfe in Deutschlands Megastädten. Fahren mit der Bahn heißt Leben in einer Zweiklassengesellschaft: Dort die schöne Welt der ICEs (bei denen der Fahrgast allerdings in den umgebauten Modellen auch schon engere Sitzplätze mit eingeschränkter Notebooktauglichkeit hinnehmen muss), hier die grausige Kehrseite.

Trotzdem fahre ich immer noch gerne Bahn: Kaum ein anderes Verkehrsmittel erlaubt einen derart ungefilterten Blick auf so manche Landschaft oder Industrieruine wie der aus einem fahrenden Zug.

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Themen: Taxi

Erschienen 27. April 2006 auf http://www.vertretbar.de.

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