Magazin: Daten von 21 Millionen Bürgern auf dem Schwarzmarkt

Berlin (Reuters) - Die Staatsanwaltschaft geht einem Magazinbericht zufolge erneut dem illegalen Vertrieb von Millionen Datensätzen von Privatpersonen nach.

Auf dem Schwarzmarkt seien die Bankverbindungen von 21 Millionen Bundesbürgern im Umlauf, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Wochenende vorab aus ihrer neuen Ausgabe.

Danach müssten im Extremfall drei von vier Haushalten in Deutschland fürchten, dass Geld von ihrem Girokonto abgebucht werde, ohne dass sie jemals eine Einzugsermächtigung erteilt hätten. Dem Düsseldorfer Magazin wurden die Daten nach eigenen Angaben für knapp zwölf Millionen Euro angeboten. Als Muster hätten die Händler eine CD mit 1,2 Millionen Kundendaten übergeben. Darauf seien persönliche Angaben zur Person wie Geburtsdaten, die Bankverbindung mit Kontonummer und Bankleitzahl und in einigen Fällen auch detaillierte Angaben zur Vermögenslage enthalten gewesen. Die Daten seien der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft übergeben worden. Die Behörde war am Wochenende nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut WirtschaftsWoche führen erste Spuren fast durchgängig zu kleinen Callcenter-Betreibern.



Quelle: Reuters (7. Dezember 2008)

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Themen: Berlin , Wirtschaftswoche

Erschienen 7. Dezember 2008 bei http://www.reuters.com.

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