Sohn meint es gut mit Mama
Mord ist mein Beruf | 6. August 2007 — Um aus einem schlichten Rechtsanwalt einen Strafverteidiger zu machen, braucht es neben Mut, Entschlossenheit, Phantasie u.a. e…
Ich gehe richtig gerne zum Sozialgericht. Heute auch mal wieder. Meistens geht es strukturiert zu, Argumente werden ausgetauscht und man kommt zu einem Ergebnis (dafür muss man vorher lange hinten anstehen, manchmal drei Jahre). Ganz anders heute (mal wieder) beim Amtsgericht. Wir streiten um private Krankenversicherungsbeiträge für den Sohn des Mandanten. Der war erst bei Mama, dann vom Jugendamt anderweitig untergebracht. Der Mandant hatte, nachdem der Sohnemann bei Mama unterbracht war, die Krankenversicherung gekündigt, denn Mama war bei der AOK und irgendwie klappte das mit dem Sohn dann nicht. Dazu gibt es Regelungen im Versicherungsvertragsgesetz, die diesem Fall nicht ganz gerecht werden. So mein Argument mit weiterer Begründung - ob das richtig ist, entscheidet irgendwann das Gericht. Damit muss ich leben. Wir streiten um die Wirksamkeit der Kündigung und um rund 700 € Beiträge. Es geht also um den Untergang des Abendlandes. Oder um noch mehr. Um das Recht an sich. Mir geht es eigentlich nur darum, meine Argumentation zu erklären. Aber das wird schwierig. Den dritten Satz bekomme ich nie zu Ende, den zweiten selten. Denn der Kollege versteht seine Aufgabe im wesentlichen darin, mich zu unterbrechen. Es ist wie im Kindergarten, wenn ein vierjähriger d…
» Vollständiger ArtikelErschienen 7. Februar 2012 auf http://mietmaul.blogspot.com.
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