Loveparade 2010

Ich möchte hier eigentlich gar nicht so viel schreiben, weil ich einen langen Blogartikel auf meinem Non-Jura-Blog Tee&Mixtapes veröffentlicht habe. Darum zitiere ich da einfach mal draus.

Es gibt unterschiedliche Raves. Es gibt die kleinen, wo einige Leute auf E oder LSD rumhüpfen, vielleicht noch auf Speed. Weniger Alkohol, höhere Bildungsschicht, Hedonismus als Lebenseinstellung. Da ist wenig Konfliktpotential, da ist vor allem feiern. Hier reichen wenige Vorkehrungen um ein entspanntes Miteinander zelebrieren zu können.

Und dann sind da die großen Raves, die Massenraves. Die Loveparade war schon lange so ein Massenrave, schon in Berlin. Auch das “Friedrichshain Liebt Dich” war ein (relativer) Massenrave. Diese Art von Rave zeichnet sich aus durch das kommerzielle Interesse der Betreiber – wo (in welcher Form auch immer, auch langfristig) Gewinn gemacht wird, wird auch gespart um den Gewinn zu maximieren. Und er zeichnet sich aus durch die Besucher, die sich in ihrer Zusammensetzung ändern. Da sind andere Ansprüche. Speed, Koks, aufputschende, aggressiv machende Drogen. Viel Alkohol, viel zu viel. Menschen mit sozialen Problemen, mit sozialem Frust. Für die Berliner: der Unterschied zwischen dem Jeton und der Renate. Für alle anderen: der Unterschied zwischen der BILD und der taz. Konfliktpotential: hoch. Das Fatale am Phänomen Massenrave: mit zunehmender Kommerzialisierung, mit zunehmenden Massen sinkt das Verantwortungsgefühl der Betreiber zugunsten der Profitrate. Und das Verantwortungsgefühl der Einzelnen in der Masse sinkt eh proportional zu ihrer Größe.

Die Leute …

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Themen: Berlin , Jura , Drogen , Dortmund , Massen , Duisburg , Friedrichshain , Frust , Techno , Loveparade , Loveparade 2010 , Rave

Erschienen 25. Juli 2010 auf http://www.viajura.de/.

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