Gewerkschaft fordert kräftig mehr Lohn für Gebäudereiniger
Reuters | 4. April 2011 — Berlin (Reuters) - Die Gewerkschaft IG BAU fordert für die rund 870.000 Gebäudereiniger deutlich mehr Lohn und eine Angleichung…
Die Gewerkschaft IG Bau schlägt Alarm (vgl. Pressemitteilung im Internet; hierzu auch ein Beitrag in Spiegel-Online vom 1.3.2010): Ein Großteil der bundesweit rund 860.000 Reinigungskräfte bekomme einen zu geringen Lohn. "Etliche Unternehmen der Gebäudereinigungsbranche spielen bei der Lohnauszahlung mit gezinkten Karten. Sie ziehen Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer regelrecht über den Tisch", sagt Frank Wynands vom IG-Bau-Bundesvorstand. Im Herbst vergangenen Jahres hatte es nach zähem Ringen einen Tarifabschluß in dieser Branche gegeben, wonach die Gebäudereiniger einen Lohnzuwachs von 3,1 % im Westen und und 3,8 % im Osten erhalten sollten. Diese Lohnerhöhung wird offenbar in weiten der Teilen der Branche nicht an die Arbeitnehmer weitergegeben. Wynands wirft einem Großteil der Betriebe vor, die getroffene Tarifvereinbarung "in einer bisher nicht gekannten Unverfrorenheit" zu ignorieren. Zu den schwarzen Schafen zähle auch der bundesweit agierende Branchen-Riese Piepenbrock. Dieses Unternehmen hat sich zwischenzeitlich zu den erhobenen Vorwürfen geäußert (vgl. Pressemitteilung im Internet). „Über die aktuellen Aussagen der IG BAU sind wir sehr erstaunt“, so Arnulf Piepenbrock, Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Unternehmensgruppe. Bereits vor dem Inkrafttreten der Lohnerhöhung zum 1.1.2010 habe man eine entsprechende Auflistung aller Mitarbeiter von Piepenbrock, die in der IG BAU organisiert sind, angefordert, darauf jedoch keine Antwort erhalten. Aufgrund der noch fehlenden Allgemeinverbindlichkeit hätten nur Mitglieder der IG BAU Anspruch auf die Lohnerhöhung. Selbstverständlich werde Piepenbrock die Lohnerhöhungen (rückwirkend) zahlen. Diese ungewöhnliche Praxis, deren Fortführung angesichts des geringen Organisationsgrades in der Gebäudereinigungsbr…
» Vollständiger ArtikelErschienen 2. März 2010 auf http://www.blog.beck.de/blog.
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Die Branche ist bekannt für ihre rauen Sitten: Gebäudereiniger arbeiten hart und kassieren dafür oft so wenig, dass sie am Existenzminimum kratzen. Viele Unternehmen verweigern ihren Mitarbeitern sogar den jüngst vereinbarten Lohnaufschlag von rund 50 Euro im Monat.