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Liebesbriefe auf Bestellung

am 14.02.2006 von http://www.strafblog.de

Heute ist Valentinstag (hab´ich auch schon gemerkt) und da muss natürlich ein einschlägiges Thema her. Dank der WELT AM SONNTAG habe ich auch was, worüber sich das Schreiben lohnt. Da gibt´s nämlich einen Schweizer Journalisten namens Jeannot Lucchi, der schreibt Liebesbriefe auf Bestellung. Weil viele Leute nicht mehr wissen, wie das geht. Und die können sich dann an ihn wenden, also an den Jeannot, und ihm ein paar Grundinformationen geben, die der dann in einen Liebesbrief einbaut, der den Partner einfach dahinschmelzen lässt.

Ein Grundmuster für den idealen Liebesbrief hat der Lucchi der WELT AM SONNTAG verraten:

Man beginnt mit der Situation, in der man sich gerade befindet. Zum Beispiel: Ich sitze hier im Hotel und bin voller Sehnsucht. Dann schreibt man über gemeinsame Erinnerungen: Ich weiß noch, wie schön es auf Mallorca war. Da habe ich Dich gespürt. Jetzt kommt die Botschaft: Ich möchte mich bedanken für die vielen Jahre. Dann ein Schuldgeständnis: Ich weiß, ich bin zuwenig zu Hause, aber ... und am Schluß die große Liebeserklärung.

Ist doch ganz einfach, oder? Aber nicht vergessen, die 3 magischen Worte Ich liebe dich! (am besten mit Ausrufezeichen, denke ich) dürfen keinesfalls fehlen.

Und dann erfahren wir auch noch, dass wir uns mit unserer/m Liebsten weniger über George Bush und Trappatoni, sondern mehr über die Beziehung und tiefe Gefühle unterhalten sollen.

Find´ich in Ordnung, zumal der Trappatoni beim VfB gefeuert wurde. Über den habe ich heute mit meiner Liebsten auch noch kein Wort geredet. Und über den Bush auch nicht. Ist doch schon mal ein Anfang, oder?

Den Liebesbrief, den muss ich allerdings nachliefern. Ich habe nämlich bislang noch nicht die Kontaktdaten von dem Jeannot Lucchi herausgefunden. Aber es gibt ja noch genügend Gelegenheiten. Ich denke da an einen Satz aus einem Stück von dem gnadenlos guten Chet Baker: Each day is Valentine´s day.

Autor: RA Rainer Pohlen

Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Alte Meister am 28.08.2008 um 21:16 Uhr:

Vielen Dank für die schriftliche "Anleitung" wie man einen Liebesbrief schreiben sollte. Aber wer diese Grundzüge nicht weiß, der liebt einfach nicht.

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