Lieber Wolfgang

Du machst Dir ja große Sorgen um unser aller wohlergehen; nur deshalb interessierst du Dich, was wir wann mit wem so machen. Die böse SPD, der böse Münte, der Leberwurst-Beck, der Kwido und sogar eigene Parteibekannte wollen da nicht so richtig mitziehen. Um Dir das Leben leichter zu machen, schreibe ich hier, was mir den ganzen Tag so passiert ist. Ich schreibe ganz langsam, damit Du auch ja alles mitkriegst. Also, um 6:15 Uhr oder 6:17 Uhr, je nachdem ob Du die Zeit im Videotext vom SWR oder die auf meinem Wecker gelten lässt, bin ich aufgestanden, habe heißes Wasser gekocht, um meinem Julio und meinem Philipp das Fläschchen zu machen. Bis das Wasser fertig war, war ich auf dem Klo und habe mich über den dicken Haufen gefreut, den ich zustande bekommen habe. Dann habe ich die Milch gemacht und -fast vergessen, nachdem ich mir die Hände gewaschen habe. Dann habe ich mich angezogen und Kaffee für mich und meine Frau gekocht. Die stammt aus Guatemala und ist Katholikin, falls Dich das interessiert, aber keine schlimme. Weil meine Frau gerade Urlaub hat, ja die geht sogar arbeiten, obwohl der Philipp noch kein Jahr alt ist, kannst Du das mal bitte der Ursula von der Leyer erzählen, ja also im Moment geht sie halt nicht arbeiten. Deshalb habe ich den Julio erst 18 km in die eine Richtung gefahren, da wo meine Frau so arbeitet, und bin dann 39 km in die andere Richtung gefahren, dorthin wo ich auch sonst arbeite. Ja, echt doof, dass ihr die Entfernungspauschale für Strecken unter 20 km gekürzt habt, weil wir fast genau in der Mitte wohnen und ein Umzug mit Sicherheit teurer wäre, als was wir in 15 Jahren so an Steueren sparen könnten, aber Du bist ja Schnüffelminister und nicht für die finanzen zuständig. Bei der Arbeit war es dann so okay. Naja, auf einmal hat der …

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Themen: Swr , Videotext

Erschienen 10. Juli 2007 auf http://philorama.blogspot.com.

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