Libanon: Israel hat vorsätzlich zivile Ziele zerstört

Die israelische Regierung hat im Libanon-Krieg vorsätzlich zivile Infrastruktur angegriffen, darunter Ziele ohne offenbare strategische Bedeutung. Die Zerstörung Tausender Häuser sowie zahlreicher Brücken, Straßen, Wasserwerke und Treibstofflager gehörte von Anfang an zur israelischen Militärstrategie im Libanon. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai). ai fordert eine umfassende unabhängige Untersuchung der Vorfälle. "Viele dieser Angriffe waren vorsätzlich, unverhältnismäßig und unterschieden nicht zwischen militärischen und zivilen ZIelen", sagte Gudrun Sidrassi-Harth, ai-Libanon-Expertin. "Die israelische Regierung hat in diesen Fällen Kriegsverbrechen begangen. Muster, Reichweite und Ausmaß der Angriffe machen Israels Behauptung, dass es sich dabei um so genannte Kollateralschäden im Rahmen rechtmäßiger Angriffe gehandelt habe, schlicht unglaubwürdig." Dem ai-Bericht zufolge hat die israelische Luftwaffe zwischen dem 12. Juli und 14. August über 7.000 Angriffe auf rund 7.000 Ziele geflogen. Hinzu kamen 2.500 Bombardierungen durch die israelische Marine. Es gab über 1.100 Tote auf libanesischer Seite, davon etwa ein Drittel Kinder. 4.054 Me…

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Themen: Israel , Amnesty International , Libanon

Erschienen 23. August 2006 auf http://menschenrechte.blogg.de/.

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