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LG München: Kriminalroman Tannöd kein Plagiat

am 04.07.2008 von http://www.drbuecker.de

Im Rechtsstreit um den Plagiatsvorwurf gegen die Autorin des Erfolgskrimis „Tannöd“ hat die 21. Zivilkammer des Landgerichts München I heute die Klage des Autors eines älteren Werkes über die historischen Morde in Hinterkaifeck abgewiesen. Das Gericht hatte die Übernahme einzelner Textpassagen durch die Beklagte zu untersuchen, aber auch zu ermitteln, inwieweit der historische Stoff vom Kläger durch fiktive Elemente ergänzt wurde, die von der Beklagten übernommen worden sein sollen. Das Gericht bewertete den Abstand beider Werke in der konkreten sprachlichen Gestaltung als ausreichend. Hinsichtlich einzelner Szene- und Handlungselemente – etwa der Reihenfolge der Morde – folgte das Gericht nicht der Sicht des Klägers, diese seien seiner Phantasie entsprungen, so dass er sie urheberrechtlich für sich beanspruchen könne. Nach Durchsicht der noch vorhandenen Ermittlungsakten, Polizeiberichte und Pressemitteilungen kam das Gericht zu der Erkenntnis, dass der Kläger häufig lediglich historische Überlieferungen weiter ausgeschmückt hat oder die Beklagte bestimmte Handlungselemente öffentlich zugänglichen amtlichen Dokumenten entnehmen konnte. Einzelne aus dem Werk des Klägers entlehnte Szene- und Handlungselemente – so das Gericht – seien, wenn man sie ihres gemeinfreien historischen Kerns entkleide, für die einzelnen Szenen und den Roman der Beklagten insgesamt nicht so bestimmend, dass sie einzelne Szenen …

Tannöd

IP|Notiz / LG München; Urteil vom 21.05.2008, Aktenzeichen: 21 O 15192/07 Aus der Pressemitteilung: Das Gericht hatte die Übernahme einzelner Textpassagen durch die Beklagte zu untersuchen, aber auch zu ermitteln, inwieweit der historische Stoff v…

LG München: „Tannöd“ ist urheberrechtlich unbedenklich

Telemedicus / Am 21. Mai hat das LG München I den Streit um den Krimi-Bestseller „Tannöd“ entschieden: Die Autorin Andrea Maria Schenkel wurde vom Plagiatsvorwurf freigesprochen, die Klage des Journalisten Peter Leuschner abgewiesen. Dieser hatte der Sc…

“Tannöd” ist kein Plagiat

Handakte WebLAWg / Der Krimi-Bestseller “Tannöd” ist kein Plagiat. Eine Zivilkammer des Landgerichts München I hat am Mittwoch die Klage des Sachbuchautors Peter Leuschner gegen die Schriftstellerin Andrea Maria Schenkel abgewiesen. Ihr Roman sei “t…

Bestseller “Tannöd” beschäftigt Anwälte

Handakte WebLAWg / Die Autorin des Krimi-Bestsellers “Tannöd“, Andrea Maria Schenkel, muss mit einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung rechnen. Der Journalist Peter Leuschner wirft ihr vor, Motive aus den beiden Büchern übernommen zu haben, die er übe…

Kein urheberrechtlicher Schutz des Kölner Doms im „Second life“

Dr. Bücker Newsfeed / Im Urteil vom 21.04.2008 – Az.: 28 O 124/08 hat das LG Köln einen urheberrechtlichen Schutz eines Werkes im „Second life“ verneint, weil keine schöpferische Leistung erkennbar ist.1. Das Second life“ ist den meisten bekannt.…

LG Berlin: Grafischer Button als Hinweis auf die Widerrufsbelehrung ist unzureichend!

Dr. Bücker Newsfeed / Im Urteil vom LG Berlin (09.10.2007 - Az.: 137 C 293/07) stellt das Gericht klar, dass einfache Hinweise oder Buttons oftmals die Informationspflicht über die Rechtsfolgen des Widerrufs- bzw. Rückgaberechts verletzen. Im vorliegenden Fall sah der…

Baustellen-Hinweis = Domainnutzung?

BLOG | MEIN-RECHT-IM-NETZ.DE / Im Rahmen einer Kennzeichenstreitigkeit wurde dem Inhaber einer Domain zunächst gerichtlich verboten, eine bestimmte Bezeichnung als Anschrift seiner Domain im Internet zu benutzen und/oder benutzen zu lassen. Daraufhin löschte er die Inhal…

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