OLG Hamburg: Haftung für Inhalte einer fremden Website
Rheinrecht | 23. November 2011 — Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg musste sich in einem Urteil vom 3.11.2011 (3 U 177/10) mit der Haftung der Inhaberin…
Das Landgericht Hamburg hat sich in einer aktuellen Entscheidung im einstweiligen Rechtsschutz mit der Problematik der Störerhaftung für unlauteren Wettbewerb befasst. Der Entscheidung (Urteil v. 05.10.2010 – 312 O 354/10) lag folgender Sachverhalt zugrunde:
Die Antragstellerin bietet mobile Dienstleistungen auf dem Gebiet Schönheitspflege und Kosmetika an.
Die Antragsgegnerin betreibt in derselben Stadt einen Schönheitssalon und bietet vergleichbare Dienste an.
Auf der Internetseite der Antragsgegnerin gab diese lediglich den Firmennamen ohne Namen des Inhabers und Diensteanbieters an.
Die Antragstellerin mahnte dies als Verstoß gegen § 5 TMG ab und erwirkte in der Folge, nachdem die Antragsgegnerin zwar die Webseite vom Netz nahm, aber die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung verweigerte, eine auf Unterlassung gerichtete einstweilige Verfügung gegen diese.
Die Antragsgegnerin legte dagegen Widerspruch ein und beantragte, die einstweilige Verfügung aufzuheben.
Zur Begründung führte sie u.a. aus, sie hafte nicht für den behaupteten Rechtsverstoß, da sie mit der Internetseite nichts zu tun habe und keinen Einfluss auf die Gestaltung und den Inhalt der Seite habe. Die Internetseite sei von einer Mitarbeiterin ohne ihre Kenntnis ins Netz gestellt worden.
Die 12. Zivilkammer des LG Hamburg sah dies jedoch anders und bestätigte die einstweilige Verfügung.
Auf der gerügten Internetseite sei als „Herausgeber“ die Firma der Antragsgegnerin genannt, ebenso ihre Geschäftsadresse und Telefon- und Faxnummer.
Der Internetauftritt lasse also darauf schließen, dass es sich um Werbung für das Unternehmen der Antragsgegnerin handele, was wiederum überwiegend wahrscheinlich mache, dass die Antragsgegnerin sehr wohl eine Einflussmöglichkeit auf den Inhalt der Internetseite habe und damit im wettbewerbsrech…
» Vollständiger ArtikelErschienen 11. Oktober 2010 auf http://rheinrecht.wordpress.com.
Rheinrecht | 23. November 2011 — Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg musste sich in einem Urteil vom 3.11.2011 (3 U 177/10) mit der Haftung der Inhaberin…
Rheinrecht | 23. November 2011 — Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg musste sich in einem Urteil vom 3.11.2011 (3 U 177/10) mit der Haftung der Inhaberin…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 30. Juni 2009 — LG Hamburg, Urteil vom 19.06.2009, Az. 324 O 190/09 §§ 1004, 823, 253 BGB, Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG; 93 ZPO Das LG H…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 25. März 2009 — OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 05.03.2009, Az. 6 U 221/08 §§ 3, 4 Nr. 10, 8 Abs. 2 Nr. 1 UWG, § 87b UrhG, § 823 Abs. 1 BGB …
LawBlog | 4. Januar 2005 — Gerade die erste einstweilige Verfügung in diesem Jahr erwirkt: 1. Der Antragsgegnerin wird es es untersagt, über den Antra…
Dr. Graf | 5. Juli 2011 — Rechtsnormen: §§ 3, 9 Abs. 2 Nr. 3 BuchPrG Mit Urteil vom 08.06.2011 (Az. 315 O 182/11) hat das Landgericht Hamburg entschied…
LBR-Blog | 1. September 2010 — Das LG Frankfurt hat entschieden, dass die Schaltung von Werbung auf einer Website, die Raubkopien und jugendgefährdende Inhalt…
BLOG | MEIN-RECHT-IM-NETZ.DE | 30. August 2010 — Eine äußerst interessante Fallkonstellation lag jüngst dem OLG Köln zur Entscheidung vor. Denn diese betraf die spannende Thematik…
IT-Recht Kanzlei - Nachrichten | 12. August 2011 — Das Landgericht München I hatte im Rahmen einer Kostenwiderspruchsentscheidung (Urteil vom 28.07.2011, Az.: 17 HK O 6767/11; En…
MEDIEN INTERNET und RECHT | 31. Mai 2008 — 1. Das Zugänglichmachen indizierter jugendgefährdender, volksverhetzender und gewaltverherrlichender Filme im Wege des Herunterlad…