LG Hamburg: Die Werbung für “Heilsteine” ist schon per se wettbewerbswidrig

LG Hamburg, Urteil vom 21.08.2008, Az. 327 O 204/08 § 3 HWG (Heilmittelwerbegesetz) Das LG Hamburg hat entschieden, dass die Anpreisung von Steinen in der Werbung als “Heilsteine” bzw. als Steine mit “heilender Wirkung” immer wettbewerbswidrig ist. Zwar wies die Beklagte in der von ihr verwendeten Werbung darauf hin, dass eine Heilwirkung wissenschaftlich nicht nachgewiesen sei, jedoch erklärte sie gleichzeitig, dass Krankheiten vorgebeugt oder diese gelindert würden. Das Hamburger Gericht sah sich auf Seiten der Klägerin, da es sich bei dem Begriff “Heilstein” um eine unzulässige Anpreisung handele. Es werde der Eindruck erweckt, dass diese Steine tatsächlich eine gesundheitsförderliche Wirkung hätten. Der Hinweis auf den fehlenden wissenschaftlichen Nachweis hebe diesen Eindruck nicht auf. Ebenso konnte die Beklagte …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: LG Hamburg , Wettbewerbsverstoß , Hwg , Hamburg , Landgericht , Urteile & Beschlüsse , Irreführung , Wettbewerbswidrig , Krankheiten , Werbung , Irreführende , Heilstein
Rechtsgebiet: Wettbewerbsrecht

Erschienen 23. März 2009 auf http://damm-legal.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Irreführend: Werbung mit „Heilsteinen“

IT-Recht Kanzlei - Nachrichten | 2. April 2009 — Nach einem Urteil des LG Hamburg ist es irreführend und daher unzu¬lässig sog. „Heilsteinen“ krankheitsvorbeugende oder krank…

OLG Hamburg: Wenn 0 EUR draufsteht, muss auch 0 EUR drin sein

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 18. Mai 2009 — OLG Hamburg, Beschluss vom 20.04.2007, Az. 3 U 301/06 §§ 3, 5, 8 UWG Das OLG Hamburg hat entschieden, dass das Kopplungsang…

LG Augsburg: “Mit fremden Federn schmücken” - Werbung mit der Leistung anderer ist wettbewerbswidrig

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 14. Dezember 2009 — LG Augsburg, Urteil vom 08.09.2009, Az. 2HK O 1630/09 §§ 5 Abs. 1, 8 Abs. 1 und Abs. 3 Nr. 1 UWG; 66a TKG Das LG Augsburg h…

LG Hamburg: Congstar-Werbung ist keine unzulässige Vereinnahmung des GNTM-Stylisten für Werbezwecke

Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 16. August 2011 — LG Hamburg Urteil 324 O 134/11 Das LG Hamburg hat die Klage eines durch Germany´s Next Top Modell bekannt gewordenen Stylisten geg…

Prospektwerbung Täuschung: LG Darmstadt: Irreführende Werbung mit wissenschaftlich ungesicherten Behauptungen

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 26. Januar 2010 — LG Darmstadt, Urteil vom 07.07.2009, Az. 16 O 142/09 §§ 3, 5 UWG Das LG Darmstadt hat entschieden, dass eine Werbung mit ei…

LG Hamburg: Irreführende Werbung mit nicht gegebenen Prüfstandards

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 26. April 2011 — LG Hamburg, Urteil vom 10.02.2011, Az. 315 O 356/10 §§ 3, 5 UWG Das LG Hamburg hat entschieden, dass die Bewerbung eines Pr…

Magnetschmuck Wissenschaftlich: Keine Werbung für therapeutischen Magnetschmuck

Lichtenrader Notizen | 15. Juli 2005 — Das OLG Hamm hat in einem Beschlussvom 13.06.2005 - 4 W 70/05 - einem Anbieter von mit Magneten ausgestatteten Schmuckstücken en…

“Therapeutischer” Magnetschmuck

Blickpunkt Recht & Steuern | 31. Oktober 2005 — In einer aktuellen Entscheidung hat der Wettbewerbssenat des Oberlandesgerichts Hamm einem Anbieter von mit Magneten ausgestatt…

OLG Hamm: Werbung im Internet mit nicht lieferbarer Ware wettbewerbswidrig

Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 25. Mai 2009 — OLG Hamm, Urteil vom 17.03.2009 4 U 167/08 Mit diesem Urteil hat das OLG Hamm klargestellt, dass die Werbung in einem Online-Shop …

Tell-a-friend Ist Spam Neues Urteil: AG Hamburg: Anbieter von Tell-a-friend-Werbung haftet als (Mit-) Störer

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 28. Oktober 2009 — AG Hamburg, Urteil vom 04.03.2003, Az. 36a C 37/03 §§ 823 Abs. 1, 1004 BGB Das AG Hamburg hat entschieden, dass auch derjen…