LG Bad Kreuznach: Einblicke in die Phishing-World, Finanzagent muss Geld zurückzahlen
am 27.05.2008 von http://www.jur-blog.de
LG Bad Kreuznach, Urteil vom 30.01.2008, Az. 2 O 331/07 - In einer kurzen und klaren Entscheidung hat das Landgericht die Anwerbung und Tätigkeit von Finanzagenten für ausländische Phishing-Unternehmer dargestellt. Dabei ging es um einen Rückzahlungsanspruch in Geld, weil der ausländische Empfänger der Überweisung nicht zu fassen war. Das Gericht befand, dass der Finanzagent bei der Art der Tätigkeit und den Überweisungen nicht misstrauische genug war. Eine derartige Transaktion für einen Autokauf wäre auffällig gewesen. Da es keinen Rechtsgrund für die Zahlung gegeben habe, musste der Finanzagent das Geld zurückerstatten.
Dem Täter oder grob unvorsichtigen Betroffenen half es auch nicht, dass er das Geld weitergeleitet hatte. Er musste sich die Kenntnis des Vertretenen, als des Phishing-Täters zurechnen lassen und konnte sich daher nicht auf Entreicherung berufen.
In der Praxis gibt die Entscheidung den Opfern von Phishing-Attacken und folgenden, unberechtigten Abbuchungen ein wenig Hoffnung. Meist wird jedoch der Finanzagent tatsächlich nicht viel Geld zur Erstattung haben. Für die angeworbenen Finazagenten gilt, dass diese den fängerischen Geldgeboten und Stellenausschreibungen mehr gesundes Misstrauen entgegen bringen sollten. Zu dem zivilrechtlichen Geldanspruch kommt …
LG Bad Kreuznach: Phishing - Zum bereicherungsrechtlichen Ausgleichsanspruch der (überweisenden) Bank des Phishing-Opfers gegenüber dem Finanzagenten.
MEDIEN INTERNET und RECHT / 1. Für einen Anspruch der Bank des Phishing-Opfers gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263a StGB gegen den sog. Finanzagenten ist erforderlich, dass die anspruchstellende Bank den Nachweis führt, der Finanzagent habe in bewusstem und gewollten Zu…
AG Überlingen: Phishing strafbar
Kanzlei Dr. Bahr: Recht der Neuen Medien / Das AG Überlingen (Strafbefehl v. 01.06.2006 - Az.: 1 Cs 60 Js 26466/05 AK 183/06) hat entschieden, dass eine Person sich dann strafbar macht, wenn sie als Finanzagent Täter unterstützt, die unberechtigt Überweisungen beim Online-Banking (Phishin…
LG Bad Kreuznach: Rückforderungsanspruch der Bank gegen Phishing-Täter
Kanzlei Dr. Bahr: Recht der Neuen Medien / Das LG Bad Kreuznach (Urt. v. 30.01.2008 - Az.: 2 O 331/07) hat entschieden, dass eine Bank einen bereicherungsrechtlichen Ausgleichsanspruch gegen den Phishing-Täter hat.Mitte 2007 erfolgte von dem Online-Konto eines Kunden der klägerischen Bank e…
BKA warnt: Skimming - Neuer modus operandi beim Ausspähen von PIN-Daten
§§ Jur-Blog.de §§ / Illegale Datenerlangung an Türöffnern von Kreditinstituten [Pressestelle des Bundeskriminalamtes (www.bka.de) - 02.05.2008 ]: In den letzten Wochen registrierte die Polizei bundesweit eine Vielzahl von Manipulationen der Türöffner an den Eingäng…
OLG Karlsruhe: Ansprüche der Bank gegen den Finanzagenten - Der überweisenden Bank kann im Falle des Phishing gegen den so genannten Finanzagenten ein Rückzahlungsanspruch zustehen.
MEDIEN INTERNET und RECHT / 1. Allein daraus, dass dem durch das so genannte Phishing geschädigten Bankkunden (erklärbare) Unregelmäßigkeiten bei der Benutzung des Online-Banking auffallen (hier: Mitteilung, dass die verwendete TAN-Nummer bereits verbraucht sei und die da…
Bereicherungsanspruch einer Bank gegen Phishingtäter begründet - oder: Nicht auf Spammails eingehen
Recht Medial / Wer bekommt sie nicht, die Spammails, nach denen ominöse Unternehmen im Ausland einem anbieten bei einer Stunde Arbeit am Tag 5000,00 Euro im Monat zu verdienen. Das ganze ist nicht nur unseriös, es kann demjenigen, der das Konto in Deutschland zur…
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