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Leyendecker wird Amerikaner – wir gratulieren und wünschen ihn weit weg.

am 27.08.2007 von http://www.smartnuts.com/

Das Wochenendmagazin der Süddeutschen Zeitung war schon in der Vergangenheit eine Quelle der Überraschungen, wenn es sich den Spaß macht, alle Maximen über Bord zu werfen, die einen (mit Bauchgrimmen bereits) zur SZ greifen lassen. Und es enttäuschte uns auch in der letzten Woche nicht. Dieses Mal lief unser Investigativjournalist und Gutmensch Leyendecker Amok. „Was Manager fürchten sollten!” Deutschland stehe vor einer Amerikanisierung des Wirtschaftsrechts. Und das sei gut so. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC und Spezialisten durchpflügten Unternehmen auf Unregelmäßigkeiten, dass deutschen Managern angst und bange werde. Black lists sorgten für Zähneklappern und ab und zu buchten Sekretärinnen für ihre europäischen Chefs schon mal einen Flug in den Knast. Die Deutschen hingegen seien störrisch. Sie korrumpierten das Ausland unter dem Deckmantel des Steuerrechts und widersetzten sich der Einhaltung ethischer Regeln. Amerikanische Unternehmen hätten dadurch Wettbewerbsnachteile in Kauf zu nehmen.


Und dann der geniale Schluss: Natürlich sei bei den Amerikanern nicht alles perfekt, so zum Beispiel die Privatisierung des Irakkriegs. Aber: „Ist es falsch von den Amerikanern, Sauberkeit immerhin anzustreben?“


Nun, Herr Leyendecker, es ist falsch, dass sie alle amerikanischen Klamotten naiv in den Himmel heben, die hier unter dem Label „tough on crime“ bzw. „governing through crime” laufen und damit den Umstand bezeichnen, um den es eigentlich geht. Dies gilt im Übrigen auch für die Business Ethics-Programme, über den die amerikanischen …

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Michael Bunzel

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