Zehneinhalb Jahre Haft für Bandenchef
schreibmaschine | 26. April 2007 — Über 20 Jahre Gefängnis wegen bandenmäßigen Drogenhandels verhängte die 1. Strafkammer des Würzburger Landgerichts am Mittwoch …
Zwei Nachzügler aus dem so genannten „Moruk-Clan“ beschäftigten in den vergangenen Wochen die Würzburger Justiz: Ein 22-jähriger aus Kitzingen wurde als Mitglied der Drogenbande vom Amtsgericht Würzburg zu sieben Jahren und neun Monaten Jugendstrafe, sein Vater vom Landgericht Würzburg zu fünfeinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Ein kurzer Rückblick: Der aus knapp 20 Personen bestehende „Moruk-Clan“ war eine Dealer-Bande, die vor allem zwischen November 2005 und März 2006 im Raum Kitzingen in großem Stil mit Amphetamin, Haschisch, Marihuana und Ecstasy handelte. Die Drogen wurden kiloweise in Holland gekauft, in Aachen abgeholt und in Kitzingen an die Bandenmitglieder verteilt. Chef der Bande war ein Autohändler aus Kitzingen, der sich selbst „Moruk“ (türkisch für Kumpel) nannte. Er wurde vor knapp zwei Jahren vom Landgericht Würzburg zu zehn Jahren und sechs Monaten, seine rechte Hand zu acht Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. In der Summe wurde der harte Kern der Bande zu mehr als 80 Jahren hinter Gittern verurteilt. Weitere Straftäter aus dem Umfeld des Clans beschäftigten lange Zeit das Kitzinger Amtsgericht.
Jetzt waren noch einmal die Gerichte in Würzburg dran: Besonders der Prozess gegen einen mittlerweile 22-jährigen Kitzinger war aufwändig und zog sich mehrere Wochen hin, weil der Angeklagte trotz glasklarer Beweislage kein umfassendes Geständnis ablegen wollte. So mussten stundenlang Bänder der Telonüberwachung abgehört und vom Sachbearbeiter der Polizei erläuert werden. Auch „Moruk“ persönlich und seine rechte Hand wurden vom Amtsgericht als Zeugen gehört. Dadurch bestätigte sich zur Überzeugung des Gerichts, dass der junge Mann ein echtes Mitglied der Bande und nicht nur deren Kunde war. Viermal bestellte und bekam er Drogen im Kilobereich und verkaufte sie gewinnbringend weiter. „Pro Monat eine Bestellung, von November 2005 bis Februar 2006“, sagte die rechte Hand des Drogenbosses. „Moruk“ selbst überzeugte Gericht und Staatsanwaltschaft mit seiner Aussage nur teilweise, die Anklagebehörde wird wohl ein Verfahren wegen des Verdachts der Falschaussage gegen ihn einleiten.
Im so genannten „Hotel“ in Kitzingen, wo die Drogen an die Bandenmitglieder verteilt wurden, waren der Angeklagte und auch sein Vater allerdings nie dabei. „Aber nur, weil die Familie in Kitzingen recht bekannt ist und wir sie schützen wollten“, so der Zeuge. Zunächst war es der Vater des 22-Jährigen, der zwei Geschäfte unter dem Dach des „Moruk-Clans“ machte.
Der Mann stieg aus, als er einmal nach Zahlungsschwierigkeiten handgreiflich an seine Verpflichtungen erinnert wurde. Er wurde vom Landgericht zu fünfe…
» Vollständiger ArtikelErschienen 18. März 2009 auf http://www.woetzel-online.info/.
schreibmaschine | 26. April 2007 — Über 20 Jahre Gefängnis wegen bandenmäßigen Drogenhandels verhängte die 1. Strafkammer des Würzburger Landgerichts am Mittwoch …
schreibmaschine | 9. August 2011 — Hätte er nicht zufällig in Würzburg in einem Gebüsch eine Schreckschusspistole gefunden, es wäre nie zu dem bewaffneten Überfall a…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 12. September 2006 — Zu Haftstrafen bis zu zwölf Jahren hat das Landgericht Neuruppin am Dienstag eine Mafia-ähnliche Bande um einen früheren …
schreibmaschine | 22. November 2006 — Zehn Monate unter der zugesicherten Strafobergrenze blieb das Landgericht Würzburg am Dienstag im Verfahren gegen den Eigentüme…
schreibmaschine | 24. Februar 2010 — Einmal musste das Opfer sogar auf die Intensivstation: Wegen gewalttätiger Übergriffe auf seine gebrechlichen Eltern wurde ein …
schreibmaschine | 2. Juli 2008 — Um sich seinen eigenen Bedarf an Amphetamin leisten zu können, wurde ein 23-Jähriger aus dem Raum Marktheidenfeld selbst zum …
schreibmaschine | 17. Oktober 2011 — "Ich hätte nicht gedacht, dass da soviel reinpasst", sagte ein Drogenkurier aus den Niederlanden im Prozess vor dem Würzburger …
schreibmaschine | 6. Januar 2010 — Die am Amtsgericht mögliche Höchststrafe von vier Jahren Gefängnis hat ein rabiater 42-Jähriger aus Schwarzach (Kreis Kitzingen…
schreibmaschine | 26. Mai 2009 — Unterfranken hätten sie lieber auslassen sollen: Nach einer ganzen Serie von Schmuck-Diebstählen in Nord- und Westdeutschland m…
schreibmaschine | 5. Juni 2007 — Ein Berufungsprozess gegen einen stark sehbehinderten Mann wegen fahrlässiger Tötung vor dem Würzburger Landgericht ist am Mont…