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Lesen!

am 25.03.2006 von Obiter Dictum

Jurastudenten und Referendare lesen schon aus beruflichen Gründen viel: Lehrbücher zum Schuldrecht, Skripten zum Kommunalrecht, Karteikarten mit Straftatbeständen, Kommentare zum Prozeßrecht und so weiter und so fort...

Diese Lektüre ist notwendig, um im Berufsalltag bestehen zu können. Aber ist sie auch hinreichend, um das tägliche Geschehen in der Gesetzgebung, in der Verwaltung und im Gerichtssaal auch zu verstehen und richtig einzuordnen? Meines Erachtens: ganz klar nein!

Als Jurist, als Staatsbürger, als an den Vorgängen in der Welt interessierter Mensch muß man häufiger über den Tellerrand der Beschränkungen des eigenen Faches schauen. Und es ist meines Erachtens auch kein Zufall, daß anerkannte Vertreter der Philosophie, der historischen Fächer und der Soziologie häufig gelernte Juristen waren.

Natürlich kann man nicht jedes interessante Buch lesen - es lohnt sich, manche zu besitzen und nur ab und an einmal einen Blick hineinzuwerfen. Andere Bücher liest man nur zu einem kleinen Teil, legt sie dann in eine Ecke und vergißt …

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