Legal Futures Conference

Am 17. Oktober 2011 fand in London die zweite Legal Futures Konferenz statt. Titel der Veranstaltung war "New ways to practise law - Are you ready to go?". Referenten und Aussteller an diesem Anlass gaben einen sehr aktuellen Überblick, welche neuen Modelle und Ansätze es im liberalisierten englischen Rechtsmarkt gibt. Dies war übrigens eine der ersten Konferenzen, welche ich besucht habe, die extensiv von Twitter Gebrauch gemacht hat. Man kann sagen, dass neben dem Anlass vor Ort quasi noch eine zweite virtuelle Konferenz im Twitter Parallel-Universum stattfand. Wer sich kundig machen will: #lfconf (Tipp: um auch ältere Tweets zu finden, einfach "#lfconf site:twitter.com" in Google eingeben). Ich werde in zukünftigen Blogs vertieft auf Themen dieser Konferenz zurückkommen. Nachfolgend ist ein kurzer Überblick über einige Referenten und deren Themen: Arlene Adams präsentierte die Ergebnisse einer Studie von Peppermint Technology: "What clients really want from a legal service provider". Die wichtigsten Ergebnisse werden in diesem Video zusammengefasst. Peppermint entwickelt eine neue Plattform für Anwaltskanzleien, die umfassend alle Bedürfnisse von Anwaltskanzleien erfüllen soll. Interessant ist, dass zentrales Element dieser Plattform die CRM Lösung von Microsoft ist. Richard Cohen von präesentierte die Services und Plattform von Epoq Legal. Epoq bietet eine Web-Plattform für institutionelle Kunden (Banken, Versicherungen, etc.) und Anwaltskanzleien an. Die Plattform erlaubt die automatische Generierung von rechtlichen Dokumenten und wird zusammen mit weiteren Services wie Call-Center Betreuung angeboten. Gemäss eigenen Angaben ist Epoq der grösste UK Online Anbieter von Rechtsdienstleistungen mit über 60'000 Konsumenten. Epoq wird von Firmen wie Allianz, Barclays, Halifax, etc. eingesetzt. Charley Moore präsentierte Rocket Lawyer, einen US Online Service, der 2012 neu seine Dienstleistungen auch in UK anbieten wird. Seit Gründung im Jahre 2008 haben bereits knapp 30 Millionen Personen Rocket Lawyer benutzt. Mit Hilfe der Rocket Lawyer Plattform werden pro Monat mehr als 20'000 Testamente und über 40'000 Business-Verträge erstellt. Tony Pierre von Baker Tilly erläuterte was Anwaltsfirmen für Venture Capital oder einen Börsengang interessant macht. Kern seiner Aussage war, dass traditionelle Anwaltsfirment mit ihren "Walk out of the door" assets für VC uninteressant sind. Externe Kapitalgeber werden nur in Firmen investieren, welche über schlanke Prozesse, Technologien und Plattformen verfügen, die schlussendlich zur Skalierbarkeit der angebotenen Dienstleistungen führen und so Muliplikatoreffekte ermöglichen. Prof. Stephen Mayson (vgl. früherer Blogeintrag) fasste zusammen, wie sich Anwaltskanzleien im veränderten Marktumfeld anpassen müssen: Klare Strategie, Klarheit über das verfolgte Business Modell, effiziente Organisations- und Personalstrukturen und die Bereitschaft das bestehende Business Modell…

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Themen: Google , Allianz , London , Microsoft , Call Center , Element , Lawyer , Konsumenten , Epoq

Erschienen 26. Oktober 2011 auf http://blog.gian-reto.com.

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