Legal Disruptors: LawPivot

Unter diesem Titel stelle ich jeweils einen innovativen Anbieter vor, der durch Verwendung disruptiver Technologien das traditionelle Anwalts-Modell herausfordert (mehr Infos zu dieser Serie über Legal Disruptors in meinem Post vom 5. Dezember 2011).

LawPivot (@LawPivot) beschreibt sich selbst als Crowdsourced Legal Advice for Business. Es ist eine Frage und Antwort Webseite, wo Firmen rechtliche Fragen stellen können, die von Anwälten beantwortet werden. LawPivot richtet sich insbesondere an Start-Up Unternehmen. Anwälte können LawPivot als Werbe-Plattform benutzen indem sie Experten-Ratschläge erteilen und sich an Diskussionen beteiligen.

LawPivot wurde 2009 von Jay Mandal und Nitin Gupta gegründet. CEO ist Jay Mandal, seinen Sitz hat das Unternehmen in Palo Alto, CA. Jay Mandal ist selber Anwalt und war vor der Gründung von LawPivot der Lead M&A Lawyer bei Apple. LawPivot begann mit einem kleinen Team, welches die Webseite in einem Raum über Mandal's Garage entwickelte. Ende 2010 erhielt LawPivot USD 600'000 Venture Capital und zog in richtige Büroräume. Unter den Investoren war auch Google Ventures, der Venture Capital Arm von Google. Wie kürzlich auf TechCrunch berichtet konnte LawPivot in der Zwischenzeit weitere USD 1 Million an Venture Capital beschaffen.

Unternehmen können auf Quora von folgenden drei Angeboten Gebrauch machen:

Vertrauliche Frage stellen Das Unternehmen stellt eine vertrauliche Frage. LawPivot schlägt Anwälte vor, welche die Frage beantworten können. Das Unternehmen erhält die gewünschten Antworten von den ausgewählten Anwälten. Öffentliche Frage stellen Das Unternehmen stellt öffentlich eine Frage auf LawPivot. Anwälte aus der LawPivot Gemeinschaft beantworten die Frage in einem öffentlichen Diskussionsforum. Auftrag ausschreiben (Legal Services Marketplace) Das Unternehmen beschreibt einen Auftrag / Mandat. LawPivot identifiziert die Anwälte, welche hierfür geeignet sind. Das Unternehmen wählt einen der vorgeschlagenen Anwälte, welcher das Mandat zum angebotenen Fixpreis übernimmt.

Die Vorschläge für geeignete Anwälte werden mittels eines Algorithmus erstellt, der Spezialisierung des Anwalts und Qualität vergangener Antworten auf LawPivot berücksichtigt.

Hier ist ein Beispiel, wo sich ein Unternehmen fragt, wie es einen Wettbewerber daran hindern kann, dass dieser Firma und Logo des Unternehmens benutzt. Auf die Frage gab es neun Antworten, die nach Anzahl der Dankeschöns geordnet sind. In den Antwortfeldern gibt es jeweils ein kleines Hire Feld, auf das man klicken und so direkt den Antwortgeber mandatieren kann (Bild rechts klicken zum vergrössern).

Noch bis Ende September können Firmen bis zu drei Fragen pro Monat gratis stellen. Ab nächstem Jahr wir LawPivot voraussichtlich eine Gebühr von USD 80 pro Monat verlangen. Für Anwälte ist die Benutzung kostenlos, allerdings …

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Themen: Google , Apple , Lawyer

Erschienen 7. Dezember 2011 auf http://blog.gian-reto.com.

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