Lebenszeichen einer sterbenden Fakultät
am 26.06.2007 von http://www.jurabilis.de
Der Dekan der juristischen Fakultät der TU Dresden macht in der aktuellen ZEIT (Nr. 26, S. 67) in einem Interview fleißig Werbung für den LL.B.-Studiengang Law in Context - Recht mit seinen internationalen Bezügen zu Technik, Politik und Wirtschaft. Im Gegensatz zum herkömmlichen Jurastudium würden dabei die Studenten nicht durch ein faktenüberfülltes Studium und ein Referendariat geschleust, das den wenigsten für die spätere Berufstätigkeit nützt, müssten sich nicht in den Untiefen des Baurechts auskennen, sondern lernen, wie sie strukturiert an ein Problem herangehen und woher sie Informationen beziehen können. Wer sich nach dem dreijährigen Studium doch für das Staatsexamen entscheidet, kann sich seine Scheine an jeder juristischen Fakultät problemlos anerkennen lassen und innerhalb eines Jahres zum Examen kommen. Dann hat er für die Ausbildung vier Jahre gebraucht, genau wie ein klassischer Student auch. Nur mit dem Unterschied, dass unsere Leute noch eine ganze Menge mehr gelernt haben, abseits vom Spezialistentum.
Immerhin mal was neues, dass dem Studium der Rechtswissenschaften (für das in Dresden seit dem Wintersemester 2004/05 keine Studienanfänger mehr aufgenommen werden, weil der Studiengang ausläuft) hier zuviel statt wie üblich zuwenig Spezialisierung vorgeworfen wird.
Dass indes eine problemlose Anerkennung der im Rahmen dieses Bachelor-Studiums erworbenen Scheine an den anderen juristischen Fakultäten möglich sein soll, erscheint wenig glaubwürdig und wird von mir bei meinem nächsten Besuch des hiesigen Prüfungsamts erfragt werden. Grundsätzlich ist aus meiner Sicht nichts gegen …
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