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Lebenshilfe ist empört: Geistig behinderte Sportler sind für die Paralympics 2008 in Peking gesperrt

am 23.07.2006 von http://menschenrechte.blogg.de/

Empört ist die Bundesvereinigung Lebenshilfe über die *Entscheidung des in Bonn ansässigen Internationalen Paralymischen Komitees (IPC), alle Athleten mit geistiger Behinderung von den Paralympischen Spielen 2008 in Peking auszuschließen. Schon bei den Paralympics 2004 in Athen durften geistig behinderte Sportlerinnen und Sportler nicht starten, weil sich vier Jahre zuvor in Sydney die spanische Basketballmannschaft die Goldmedaille durch Betrug erschlichen hatte. Wie sich später herausstellte, waren die Spanier mehrheitlich mit Spielern angetreten, die gar nicht geistig behindert sind.

„Es ist für uns eine Riesenenttäuschung, dass es dem IPC in den zurückliegenden sechs Jahren nicht gelungen ist, sich auf ein Regelwerk für Athleten mit geistiger Behinderung zu einigen“, kritisiert Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe. Aus Sicht der Lebenshilfe liegen genügend Prüfkriterien vor, um die geistige Behinderung eines Sportlers nachweisen zu können, etwa die Bestimmung des Intelligenzquotienten von 75 oder weniger. „Die Teilnehmer der am 27. August in Deutschland beginnenden Fußballweltmeisterschaft der Menschen mit geistiger und Lernbehinderung werden doch auch genau getestet. Warum ist das bei den Paralympics nicht ausreichend?“, fragt …

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