Landgericht Itzehoe - Wie starb der kleine Tim?

Im SPIEGEL-online beschreibt Gisela Friedrichsen den Verlauf des ersten Verhandlungstages gegen den 38-jährigen Oliver H., der wegen Totschlags an dem zweijährigen Tim aus Elmshorn angeklagt ist und gestern eine 32-seitige Einlassung verlas, die für das Gericht und die Prozeßbeobachter mehr Fragen aufwarf als Antworten zu geben. In seiner Erklärung sei der Angeklagte von früheren Einlassungen abgerückt, habe den Verdacht auf die Kindesmutter, mit der er ein Verhältnis hatte, und auf Dritte gelenkt, habe sich selbst nach den Worten des Vorsitzenden Richters als Samariter und die Mutter als Hexe dargestellt, schreibt Friedrichsen. Insgesamt sei die Einlassung wenig überzeugend gewesen. H. habe angedeutet, dass sein Verteidiger ihm zu der Erklärung geraten habe. Falls dies stimme, warum habe der Anwalt ihn nicht auf die Widersprüche in seiner Erklärung aufmerksam gemacht? Und warum habe er ihn überhaupt reden lassen? Und warum habe H. den Kleinen, als dieser tot war, in eine Sporttasche gepackt und in einem fremden Garten verschwinden lassen, anstatt den Notarzt zu rufen? Gisela Friedrichsen hat schon tiefsinniger über Strafprozesse berichtet, aber zum Nachdenken regt sie allemal an. Hier der Link zu ihrem Beitrag: SPIEGEL-Beitrag Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Spiegel Online , Landgericht , Itzehoe

Erschienen 17. Februar 2006 auf http://www.strafblog.de.

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