Landgericht Hamburg gibt justizkritisches Buch wieder frei
Die von mir so geschätzte des
Landgerichts Hamburg hat ihre umstrittene einstweilige Verfügung (bekannt geworden im Januar 2009) aufgehoben, in der sie die
Verbreitung des “Im Zweifel gegen die Angeklagten. Der Fall Pascal - Die Geschichte eines Skandals.” der bekannten Gerichtsreporterin
Gisela Friedrichsen verboten hatte.
Die Bundesvereinigung der Fachanwälte für
hatte seinerzeit Richter Buskes seltsames Verbot heftig kritisiert:
Die Bundesvereinigung der Fachanwälte für Strafrecht e.V. erklärt ausdrücklich das Unverständnis für die Rechtsprechung des
Landgerichts Hamburg. Letztlich würde die Konsequenz aus dieser Entscheidung sein, dass der Grundsatz der Öffentlichkeit auf
unerträgliche Weise eingeschränkt wird. Einer der Verteidiger in dem besagten Verfahren, Walter Teusch aus Saarbrücken, hat der Bundesvereinigung der Fachanwälte für
Strafrecht e.V. gegenüber nochmals ausdrücklich bestätigt, dass die Buchautorin Gisela Friedrichsen ausschließlich Informationen
verwertet hat, die Gegenstand der öffentlichen Hauptverhandlung geworden sind, so dass diese Entscheidung einem Verbot gleich käme,
darüber zu sprechen, was man als Zuschauer eines öffentlichen Verfahrens erfahren hat. Quelle: openpr.de
Nunmehr hat das
einen Rückzieher gemacht, wie beim inzwischen zum Inventar der Pressekammer gehörenden Chronisten nachzulesen ist. Offenbar ging es
um Fragen des Schutzes von Persönlichkeitsrechten minderjähriger Zeugen, die über Sachverhalte aus der Intimsphäre befragt wurden.
Das Buch richtete sich jedoch nicht an den breiten Boulevard, sondern an ein kriminologi…
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