Landgericht Hamburg: eingeschlagene Scheibe und geklautes Handy
Die Berufungsverhandlung lief eigentlich ganz gut. Es ging um eine Trunkenheitsfahrt, und es ist mir gelungen, die Fahrerlaubnissperre um sechs Monate zu drücken. Der Mandant war hochzufrieden.
Als ich dann auf mein Auto zuging, wunderte ich mich, dass ein blau-silbener mit blauen Hütchen vor meinem Auto stand. Okay, ich hatte wie immer keinen Parkschein gezogen, aber deshalb gleich ein Streifenwagen? Nix da, drei nette Polizisten, die gerade mein Auto aufräumten, weil irgendein zukünftiger Mandant eine Seitenscheibe eingeschlagen hatte, um ein Handy zu klauen.
Diese widerlichen kleinen Scheibenkrümel auf dem Sitz kosteten Zeit. Dann mit Schisack auf dem Sitz zu einer Tankstelle und die Reste ausgesaugt. Und letztlich die Feststellung, dass 270 km/h ohne Seitenscheibe ganz schön laut sind. Scheißtag!
Themen: Landgericht Hamburg , Eingeschlagene Scheibe
Rechtsgebiet: Medienrecht
Erschienen 15. September 2006 auf http://www.vier-strafverteidiger.de.
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