Landesregierung Baden-Württembergs will Demonstrationsrecht beschränken
Das Innenministerium des von CDU und FDP regierten Landes Baden-Württemberg hat einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des
Versammlungsrechts vorgelegt, der unter anderem folgendes vorsieht:
Die Polizei soll das Recht erhalten, ohne jede Voraussetzung auf jeglicher Versammlung unter freiem Himmel mit Videokameras
Übersichtsaufnahmen von der Versammlung und ihrem Umfeld anzufertigen und die Videoaufnahmen aufzuzeichnen. Voraussetzung soll nicht
mehr sein, dass tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass von bestimmten Personen erhebliche Gefahren für die
öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgehen. Die Identifizierung von Teilnehmern mithilfe der Aufnahmen ist zulässig. Die Polizei darf
Daten über Teilnehmer aufschreiben, diese anhalten und befragen, ihren Ausweis kontrollieren und auf die Polizeidienststelle mitnehmen
sowie sie filmen, wenn Anhaltspunkte bestehen, dass von ihnen erhebliche Gefahren ausgehen. Sogar „verdeckte Bild- und Tonaufnahmen“
werden zugelassen. All dies soll ihn ähnlicher Form auch für Versammlungen in geschlossenen Räumen gelten. In der Anmeldung von
Versammlungen unter freiem Himmel muss künftig angegeben werden: 1. der Ort der Versammlung, 2. der Zeitpunkt des Beginns der
Versammlung, 3. das Versammlungsthema, 4. Name, Anschrift und telefonische Erreichbarkeit des Veranstalters, 5. Name, Anschrift und
telefonische Erreichbarkeit der Person, die die Versammlung leitet, auf Anforderung auch Geburtsort und Geburtstag, 6. die erwartete
Zahl der teilnehmenden Personen, 7. der beabsichtigte Ablauf der Versammlung, 8. die zur Durchführung der Versammlung mitgeführten
Gegenstände oder die verwendeten technischen Hilfsmittel und 9. die vorgesehene Zahl von Ordnern, 10. der beabsichtigte
Streckenverlauf, 11. auf Anforderung Familiennamen, Vornamen, Geburtsnamen, Geburts…
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