Beanstandung der Staatskanzlei Schleswig-Holstein wegen Facebook Fanpage
Datenschutzticker.de | 3. November 2011 — Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein hat eine Beanstandung der Staatskanzlei Schleswig-Holstein na…
Das Land Schleswig-Holstein wird seine Facebook-Fanpage weiter betreiben und der Aufforderung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) zur Abschaltung ihrer Fanseite nicht nachkommen. Die Landesregierung will zwar einen Warnhinweis anbringen, zweifelt im übrigen aber erheblich an der Rechtsauffassung des Datenschutzbeauftragten.
Diese rechtlichen Zweifel werden bislang auch von der juristischen Literatur überwiegend geteilt. Auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat die Rechtsansicht des ULD kritisch beleuchtet. Die rechtliche Betrachtung hat sich bisher auf den Like-Button konzentriert und den weiteren Aspekt der Fanpages eher stiefmütterlich behandelt, obwohl das Vorgehen gegen die Fanpages rechtlich noch fragwürdiger erscheint als das gegen Webseitenbetreiber, die Like-Buttons einbinden. Wenn die Ansicht des ULD zutreffend wäre, würde dies bedeuten, dass die (geschäftliche) Nutzung von Facebook und sicherlich auch von Google+ generell datenschutzwidrig wäre. Das ULD schreibt in seiner Stellungnahme:
(…) ist der Nutzer des Dienstes Facebook (auch) als Mitverantwortlicher anzusehen, soweit er z.B. personenbezogene Inhalte Dritter einstellt. Zwar sind bei Sozialen Netzwerken Ausnahmen für den Fall „ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten“ anerkannt. Allerdings räumt der Nutzer laut Ziffer 2 Nr. 1 der Facebook-Nutzungsbedingungen dem Betreiber Facebook weitgehende Rechte an den Inhalten ein, so dass der persönlich-familiäre Bereich verlassen wird. Somit sind auch Betreiber von Fanpages als für die damit ausgelösten Verarbeitungsprozesse als verantwortliche Stellen anzusehen.
Vor diesem Hintergrund habe ic…
» Vollständiger ArtikelErschienen 1. November 2011 auf http://www.internet-law.de/.
Datenschutzticker.de | 3. November 2011 — Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein hat eine Beanstandung der Staatskanzlei Schleswig-Holstein na…
Internet-Law | 1. Dezember 2011 — Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat mit seiner Aufforderung an Webseitenbetreiber und …
Datenschutzticker.de | 24. Oktober 2011 — Nach den seitens des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) geäußerten erheblichen rechtlichen …
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 23. Oktober 2011 — Auf der Seite des FDP-Bundestagsabgeordneten Sebastian Blumenthal findet sich ein 20-seitiges Rechtsgutachten des Wissenschaftl…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 24. Januar 2012 — Die IHK Schleswig-Holstein ist nach eigenen Angaben “in die rechtliche Auseinandersetzung mit dem Unabhängigen Landeszentrum …
Rechtsanwalt Kai Jüdemann | 19. August 2011 — ULD an Webseitenbetreiber: “Facebook-Reichweitenanalyse abschalten” Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) forde…
Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 19. August 2011 — Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD)Schleswig-Holstein hat in einer Pressemitteilung Webseitenbetreiber aufgeforder…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 21. Oktober 2011 — Nach Angaben des Schleswig-Holstein Magazin, einer Sendung des NDR, prüft Facebook, ob die Weiterleitung von Nutzerdaten aus …
Internet-Law | 21. Oktober 2011 — Der wisenschaftliche Dienst des Bundestages hat ein Rechtsgutachten zur Frage der Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmunge…
Internet-Law | 19. August 2011 — Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) fordert in einer Pressemitteilung vom 19.08.2011 alle …
Die Landesregierung wird ihre Fan-Page bei dem sozialen Netzwerk Facebook auch weiterhin betreiben. Das hat der Chef der Staatskanzlei, Dr. Arne Wulff, dem Landesbeauftragten für den Datenschutz, Dr. Thilo Weichert am 31. Oktober mitgeteilt. Der Staatssekretär wies aber darauf hin, dass die Fan-Page künftig mit einem deutlichen Warnhinweis versehen würde.