Land muss Rente an Witwe eines Kriegsversehrten zahlen, der an einer Krankenhausinfektion starb

Hinterbliebenenrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz stehen Witwen und Witwern von Kriegsversehrten dann zu, wenn der Tod des Ehepartners als Folge der Kriegsverletzung eintritt. Dies gilt auch dann, wenn die eigentliche Todesursache nur mittelbar mit der Kriegsschädigung zu tun hat. Dies entschied heute der 4. Senat des Hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 4 V 24/05 – Revision wurde nicht zugelassen).

Im aktuellen Fall hatte die Witwe eines 1944 beinamputierten und im Jahr 2000 in einem Wiesbadener Hospital an Lungenentzündung gestorbenen Mannes Hinterbliebenenrente beim Landesversorgungsamt beantragt. Das Land hatte dies abgelehnt, weil der Mann an einer durch eine Krankenhausinfektion hervorgerufenen Pneumonie starb, die nicht unmittelbar auf die Kriegsverletzung zurückzuführen war.

Die in der ersten Instanz unterlegene Witwe obsiegte jetzt bei den Richtern der zweiten Instanz. Da ihr Mann wegen starker Schmerzen im amputierten Beinstumpf ins Krankenhaus eingeliefert worden war und dor…

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Erschienen 6. Dezember 2006 auf http://info.folkertjanke.de.

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