Länder signalisieren Entgegenkommen in Tarifverhandlungen

Potsdam (Reuters) - In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder signalisieren die Arbeitgeber Entgegenkommen.

Der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring zeigte sich am Donnerstag grundsätzlich zu einer erstmaligen tariflichen Eingruppierung von rund 200.000 angestellten Lehrern bereit. Dies könne jedoch nicht mit einem Gehaltssprung verbunden sein, sagte der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder in Potsdam. Die Eingruppierung der Lehrer gilt als einer der Knackpunkte in den Verhandlungen für die rund 585.000 Tarifbeschäftigten. Die Forderungen der Gewerkschaften bezeichnete Möllring erneut als extrem hoch: "Da müssen wir noch runterkommen."

Die Arbeitgeber haben ein Angebot vorgelegt. Beide Seiten vereinbarten über den Inhalt jedoch Stillschweigen. Verdi-Chef Frank Bsirske nannte dieses Vorgehen ein Zeichen dafür, dass der Fortschritt am Verhandlungstisch und nicht über eine öffentliche Debatte gesucht werde. Die Diskussionen würden intensiv geführt. Wann ein Abschluss erzielt werden könnte, wollte Bsirske nicht einschätzen.

Die Arbeitnehmervertreter verlangen eine Anhebung der Gehälter um 50 Euro und zusätzlich eine lineare Erhöhung um drei Prozent. Bsirske zufolge soll mindestens die Inflationsrate von rund zwei Prozent ausgeglichen werden. Zudem fordern die Gewerkschaften eine Übernahmegarantie für Auszubildende.



Quelle: Reuters (10. März 2011)

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Themen: Germany , Western Europe , Europe , Potsdam , Lehrer , Frank Bsirske , German Language - General , Government / Politics , National Government Debt , Central/eastern Europe , German Language - Money , Debt / Fixed Income Markets , Economic Events / Macroeconomics , Labour / Personnel

Erschienen 10. März 2011 bei http://www.reuters.com.

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