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Kündigungsrecht: Kündigungserklärungsfrist bei fristlose Kündigung kann gehemmt sein

am 23.02.2006 von Recht und Gesetz

Der Beginn der zweiwöchigen Kündigungserklärungsfrist des § 626 BGB ist gehemmt, solange der Kündigungsberechtigte die zur Aufklärung des Sachverhalts nach pflichtgemäßem Ermessen erforderlich erscheinenden Aufklärungsmaßnahmen ergreift (LAG Hamm 7.6.05, 19 (9) Sa 232/05)

Praxishinweis
Hat der ArbG Anhaltspunkte für einen zur Kündigung führenden Sachverhalt, kann er Ermittlungen anstellen und insbesondere den Betroffenen anhören. In dieser Zeit beginnt die Kündigungsfrist nicht zu laufen. Fristbeginn ist erst zu dem Zeitpunkt, zu dem der ArbG die Ermittlungen abgeschlossen und Kenntnis vom Kündigungssachverhalt hat. Unerheblich ist, ob die Maßnahmen tatsächlich zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen haben oder überflüssig waren.

Diese Grundsätze gelten sowohl bei einer Tatkündigung als auch bei einer Verdachtskündigung. Bei einer Verdachtskündigung muss die Anhörung des ArbN als Wirksamkeitsvoraussetzung der Kündigung erfolgen. Bei der …

Hemmung der Zweiwochenfrist bei fristloser Kündigung

kielanwalt.de / IWW Institut: LAG Hamm, Urteil v. 07.06.2005 (Az.: 19 (9) Sa 232/05): “Der Beginn der zweiwöchigen Kündigungserklärungsfrist des § 626 Abs. 2 BGB ist gehemmt, solange der Kündigungsberechtigte die zur Aufklärung des Kündigungssachverhal…

FRISTLOS NUR MIT FRIST

LawBlog / Kündigungsgründe sollen nicht auf Halde gelegt werden können. Deswegen gilt für fristlose Kündigungen eine Frist von zwei Wochen. Hat der Kündigungsberechtigte ausreichend Kenntnis von allen notwendigen Tatsachen, beginnt die Frist zu laufen (…

Fristlose Verdachtskündigung: Der Arbeitnehmer muss angehört werden

JuracityBlog / Das Bundesarbeitsgericht (Az. 2 AZR 961/06) hat heute die ständige Rechtsprechung zur Verdachtskündigung bestätigt. Danach ist eine vollendete Tat nicht erforderlich, vielmehr genügt der schwerwiegende Verdacht einer Straftat oder…

Aktuelles Urteil: Kündigung wegen “schwacher Arbeitsleistung”

Handakte WebLAWg / Das LAG Nürnberg weist in einer aktuellen Entscheidung darauf hin, dass eine Kündigung wegen schwacher Arbeitsleistung grundsätzlich möglich ist. In der Entscheidung betonen die Richter, dass die Kündigung eines „leistungsschwachen“ Arbeitn…

Merksätze für Arbeitgeber

Vertretbar Weblawg / 1. Eine außerordentliche (im Regelfall fristlose) Kündigung ist für den Empfänger (= Arbeitnehmer) nur dann als außerordentliche fristlose Kündigung erkennbar, wenn in der Kündigung das Wort “außerordentlich” auftaucht. Das gilt a…

Kündigung wegen des Verdachts eines Versicherungsbetrugs durch vorsätzliche Unfallverursachung

Strafsachen, Verkehrsunfälle und andere interessante Dinge / Der auf Tatsachen beruhende Verdacht, der Arbeitnehmer habe mit Fahrzeugen des Arbeitgebers zu Lasten von dessen Haftpflichtversicherung Schäden in Absprache mit den Unfallgegnern verursacht, kann eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grun…

Anhörung des Betriebsrats bei der Kündigung

JuracityBlog / Bei der Betriebsratsanhörung kann nicht nur der Arbeitgeber Fehler machen, mit der Folge, dass die Kündigung unwirksam ist (§ 102 Abs. 1 Satz 3 BetrVG).  Auch der Betriebsrat kann Fehler machen, z.B. bei (more...)…

Fristlose Kündigung wegen unberechtigten E-Mail-Lesens

advobLAWg / ArbG Aachen: Der unbefugte Zugriff auf fremde E-Mails durch einen Systemadministrator rechtfertigt dessen fristlose Kündigung. (Urteil vom 16.08.2005 - Az: 7 Ca 5514/04).…

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