Kündigung wegen unterdurchschnittlicher Leistung: Low Performer
am 14.09.2006 von http://blog.juracity.de
Er geisterte durch die Medien und wurde ein neues Modewort des Managementcodes: der “Low Performer”, der leistungsschwache Arbeitnehmer, dem es an “commitment” zum Unternehmen fehlt. Dynamisch auftretende Unternehmen wollten diese daher “freisetzen” - oder dynamischdrastischdeutsch: “entsorgen”.
Dabei ist die Rechtslage eindeutig: TV-Leistungsentgelt im öffentlichen Dienst zum Trotz: Als Arbeitnehmer schuldet man nur seine eigene durchschnittliche gesunde Leistungsfähigkeit. Andere Arbeitnehmer kommen daher als Masstab nicht in Betracht. Die Probezeit dient dazu, festzustellen, ob der Arbeitnehmer die Erwartungen des Arbeitgebers erfüllt. Danach kann der Arbeitnehmer zu Recht davon ausgehen, dass seine Leistung in den Augen des Arbeitgebers o.k. ist. Der Arbeitnehmer muss dabei nicht ständig an der Grenze zum roten Drehzahlbereich arbeiten, er ist nicht verpflichtet, seine Gesundheit zu ruinieren. Auch Tagesschwankungen oder auch leistungsschwächere Lebensphasen sind arbeitgeberseitig hinzunehmen, weil sie zum menschlichen Dasein gehören - der Mensch ist keine Maschine (und auch die muss schon mal gewartet werden …).
Natürlich darf ein Arbeitnehmer seine Leistung nicht bewusst zurückhalten. Eine Kündigung wegen (willentlich gesteuerter) Leistungsschwäche kann erst nach Abmahnung und anschliessender Nichtbewährung in Betracht kommen (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.01.2006, Az. 9 Sa 786/05). Nach dieser Entscheidung darf ein Arbeitgeber einem leistungsschwachen Mitarbeiter erst kündigen, wenn er ihn zuvor abgemahnt und ihm …
Minderleistung als Kündigungsgrund
Recht und Alltag / Nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz vom 25.01.2006 (Az.: 9 Sa 786/05) dürfen Arbeitgeber leistungsschwachen Mitarbeitern erst dann kündigen, wenn sie sie zuvor abgemahnt und ihnen danach eine Bewährungschance gegeben…
Unterdurchnittliche Arbeit - Kündigung leistungsschwacher Arbeitnehmer
andreas-buschmann.net / Wann darf ein Arbeitnehmer wegen schlechter Arbeitsleistung die Kündigung erhalten? Dies klärte das Bundesarbeitsgericht (2 AZR 667/02) am Beispiel eines Arbeitnehmers, der die betriebliche Durchschnittsleistung um 40 - 50 % unterschritt. Das Probl…
Arbeitnehmer bei Rufbereitschaft unerreichbar - Kündigung?
andreas-buschmann.net / Ist ein Arbeitnehmer während der Rufbereitschaft per Funktelefon unerreichbar, kann ein Arbeitgeber den Eindruck gewinnen, der Arbeitnehmer sei gar nicht in rufbereit, sondern in Freizeit. Ob der Arbeitgeber dann kündigen kann, hatte das L…
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Kündigung durch den Arbeitnehmer
JuracityBlog / Für die Kündigung durch den Arbeitnehmer (sog. Eigenkündigung) gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für die Kündigung des Arbeitsvertrags durch den Arbeitgeber. Auch der Arbeitnehmer muss bei der Kündigung d…
Kündigung: Krankheit für Sozialauswahl kein Argument
andreas-buschmann.net / Darf der Arbeitgeber bei der betriebsbedingten Kündigung eine Sozialauswahl “nach Gesundheit” durchführen, gesunde Arbeitnehmer von der Kündigung ausnehmen und Kündigungen nur denjenigen Arbeitnehmern aussprechen, die…
