Verdächtige 14,99 €
Jus@Publicum | 18. Januar 2012 — Die Frage, ob die Verdachtskündigung wegen nicht erstellter sog. Wiegebelege über eine Summe von 14,99 € ausreichen, um eine Kü…
Eine Kündigung wegen des Verdachts einer Unterschlagung von 14,99 Euro ist rechtsunwirksam, wenn weder ausreichende Tatsachen für eine Tatkündigung vorgetragen werden, noch ein dringender Tatverdacht gegeben ist.
Zu diesem Urteil ist das Landesarbeitsgericht Düsseldorf in dem hier vorliegenden Fall gelangt. Der Kläger war bei der Beklagten, einem Abfallwirtschaftunternehmen seit dem 01.09.1997 als Verwieger an der Müllrampe tätig. Zu seinen Aufgaben gehörte es u. a., sog. Wiegebelege zu erstellen. Die Beklagte hat dem Kläger vorgeworfen, er solle von einem Privatkunden am 01.06.2010 einmalig einen Betrag von 14,99 EURO vereinnahmt, aber nicht ordnungsgemäß verbucht haben. Die Quittung habe er deshalb nicht erteilt, um den Betrag selbst zu behalten. Der daraus resultierende Vorwurf der Unterschlagung ist zwischen den Parteien streitig. Der Kläger hatte bei der letzten Betriebsratswahl kandidiert. Ausweislich des Ergebnisses der Wahl vom 19.05.2010 war er nicht in den Betriebsrat gewählt worden. Die Beklagte kündigte das Arbeitsverhältnis nach erfolgter Betriebsratsanhörung am 15.06.2010 fristlos, hilfsweise außerordentlich unter Einhaltung einer sozialen Auslauffrist zum 31.12.2010.
Dagegen ist Klage beim Arbeitsgericht Solingen erhoben worden. In seinem Urteil vom 11. Januar 2011 ist das Gericht der Argumentation der Beklagten nicht gefolgt und hat die Kündigung für rechtsunwirksam erklärt. Von der Beklagte…
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. Januar 2012 auf http://www.rechtslupe.de.
Jus@Publicum | 18. Januar 2012 — Die Frage, ob die Verdachtskündigung wegen nicht erstellter sog. Wiegebelege über eine Summe von 14,99 € ausreichen, um eine Kü…
Kanzlei Blaufelder | 18. Januar 2012 — Hat ein Arbeitnehmer für den Erhalt von Kundengeldern in Höhe von 14,99 € keine Quittung ausgestellt, rechtfertigt dies noch …
Unternehmerarbeitsrecht | 3. Februar 2011 — Hat sich eine schwangere Frau im Unternehmen um einen höheren Posten beworben, der Arbeitgeber die Stelle in Kenntnis der Schwa…
Rechtslupe | 10. Dezember 2008 — Eine tats??chliche Verst??ndigung im Steuerfestsetzungsverfahren ist nicht schon deshalb unwirksam, weil sie zu einer von einem…
Recht und Alltag | 25. August 2006 — Der beim Land NRW beschäftigte Kläger ist beihilfeberechtigt. Die Parteien streiten darüber, ob das beklagte Land verpflichtet …
beck-blog | 16. Februar 2010 — Mit Urteil vom 10.2.2010 (13 Sa 59/09) hat das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg die Berufung der Arbeitgeberin gegen das …
RA Hofmann | 30. August 2010 — Eine Stellenausschreibung verstößt grundsätzlich gegen das Altersdiskriminierungsverbot, wenn ein „junger“ Bewerber gesucht wir…
Rechtblog | 4. Mai 2011 — Bewirbt sich eine schwangere Arbeitnehmerin um eine Stelle und besetzt der Arbeitgeber, dem die Schwangerschaft bekannt ist, di…
JuracityBlog | 1. November 2007 — Die Berufung ist das richtige Rechtsmittel gegen ein nicht so wie erhofft ausgefallenes Urteil eines Arbeitsgerichts und ist vo…
Kanzlei Blaufelder | 13. Februar 2012 — Eine Kündigung wegen des Verdachts des Diebstahls ist ohne eine vorherige, umfassende Information des Betriebsrates unwirksam…