Kündigung gegenüber einer behinderten Pflegehelferin wegen Verzehrs einer Teewurst zurückgenommen

Das Seniorenzentrum St. Martinshof in Hannover hatte einer schwerbehinderten Pflegehelferin wegen des Verzehrs einer Portion Teewurst aus der Heimküche zunächst die außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Das Seniorenzentrum steht in der Trägerschaft der evangelischen Kirche. Die Pflegehelferin habe - so der Arbeitgeber in einer ersten Verlautbarung - die Wurst gegessen, obwohl es ausdrücklich verboten sei, dass das Personal sich in der Küche des Heimes selber bedient. Dies sei inakzeptabel, zumal Bewohner der Senioreneinrichtung hätten beobachten können, dass die Frau sich bei den eigentlich für die Bewohner bestimmten Lebensmitteln bediente. Gegen die Kündigung hat die betroffene Pflegehelferin Kündigungsschutzklage erhoben. Nachdem der Fall bundesweiten in der Presse Schlagzeilen gemacht hat, hat die evangelische Kirche den Rückzug angetreten und die Kündigung zurückgenommen. Die bereits seit 18 Jahren in den Diensten der Hannoveraner Senioreneinrichtung beschäftigte Frau soll nun einen anderen Arbeitsplatz erhalten. Der Geschäftsführer der Trägereinrichtung erklärte hierzu: Auch wenn die Kündigung juristisch in Ordnung gewesen…

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Themen: Kündigung , Schlagzeilen , Rücknahme , Hannover , Kirche
Rechtsgebiet: Arbeitsrecht

Erschienen 22. November 2009 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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