Cultural Criminology Tagung entfällt!
criminologia | 13. Januar 2009 — Die für den 12.-13.02.2009 geplante Tagung »Cultural Criminology: Ein Cultural Turn innerhalb der Kriminologie?« kann leider …
Es ist ein Spektakel, ein carnival of crime – wenn sich heute am 1. Mai Demonstranten und Polizeikräfte in Berlin Kreuzberg und im Hamburger Schanzenviertel gegenüberstehen. Das alljährlich wiederkehrende Ritual ist Selbstzweck; der historische Ursprung des gesetzlichen Feiertags ist weitgehend in den Hintergrund gerückt. Politische Interessen von Vertretern der Arbeiterbewegung, Forderungen von Gentrifizierungs- und Globalisierungsgegnern vermischen sich mit Transgression: der Lust nach Überschreitung von Grenzen und der Suche nach dem Kick. Aus dieser Perspektive ließen sich die 1. Mai-Krawalle als Edgework (Stephen Lyng, 1990) beschreiben. Das ritualisierte Aufbegehren gegen die Ordnungsmacht verspricht eine physische aber auch emotionale Grenzerfahrung, die in der postindustiellen Arbeitswelt mit ihren bürokratischen und institutionellen Rollenvorgaben nicht mehr geboten wird. Die gesuchte Konfrontation ist dabei als Protest gegen das Alltägliche zu erklären und fungiert als emotionszentrierter, identitätsstiftender Gegenentwurf zur alltäglich erlebten ontologischen Unsicherheit in einer von Rationalen dominierten Welt.
Der karnevaleske Charakter des Krawallrituals offenbart sich nicht zuletzt auch in seiner Vermarktung. Im Schanzenviertel, in Berlin und München kann man dieses Jahr eine besonderen Marketingaktion eines großen Tabakkonzerns beobachten: die “friedlichsten Steine der Welt” (siehe Fotos unten). Der Konzern verteilt Styropor-Würfel in Form und Farbe eines Pflastersteins und mit Aufdrucken wie “Auch mal Gelassenheit demonstrieren” oder “Für Alle, die das Leben leicht nehmen”.
Nur das aufgedruckte Firmenlogo und eine Link auf eine Webseite verweisen auf den Ursprung der Kommerz-Wurfgeschosse, die geradezu ein Paradebeispiel darstellen für die Vermarktung von Widerstand, wie sie in der Cultural Criminology beschrieben wird:
Commodification of Resistance Some times the safest of corporate products becomes, in the hand of acticvists or artists or criminals , a dangerous subversion: stolen away, remade, it is all the more dangerous for its ready familiarity, a Trojan horse sent back into the midst of…
» Vollständiger ArtikelErschienen 1. Mai 2011 auf http://criminologia.de.
criminologia | 13. Januar 2009 — Die für den 12.-13.02.2009 geplante Tagung »Cultural Criminology: Ein Cultural Turn innerhalb der Kriminologie?« kann leider …
criminologia | 12. Juli 2009 — Mike Presdee, den viele von uns als Gastprofessor am Institut für kriminologische Sozialforschung kennen und schätzen gelernt…
criminologia | 16. April 2008 — Die Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie e.V./ GiwK veranstaltet in Kooperation mit dem Institut f…
criminologia | 6. Mai 2009 — Anlässlich des 40jährigen Bestehens des Kriminologischen Journals veranstaltet das Institut für Rechts- & Kriminalsoziologi…
Reuters | 4. Dezember 2009 — Berlin (Reuters) - Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag Brandanschläge auf Polizei und Zoll in Hamburg und Berlin verübt. …
criminologia | 11. September 2010 — Die in Südafrika operierende Organisation und Beratungseinrichtung POWA: People Opposing Women Abuse wirbt mit einem Aufklärung…
criminologia | 9. Januar 2010 — Am Abend des 09.01.10, kurz vor 20 Uhr Mitteleuropäischer Winterzeit, kam es vor dem Parlamentsgebäude in der Nähe des Denkmals…
criminologia | 10. September 2010 — Anlässlich des Jahreskongresses der British Society of Criminology hat die BBC einen 30-minütigen Radiobeitrag produziert. In…
criminologia | 3. März 2010 — The British Journal of Criminology begeht dieser Tage den 50. Jahrestag. Anlässlich dieses Jubiläums stellen die Herausgeber…
criminologia | 29. April 2010 — Seit zwei Tagen ist auf der Videoplattform Vimeo ein Musikvideo der britischen Sängerin M.I.A. (Mathangi Arulpragasam) zu sehen…