Krankenkasse: Bürgerversicherung schon in der Welt?
Geld: Auswirkungen für freiwillig gesetzlich Versicherte // Foto: Dino5.0 über photocase.de
Die Bürgerversicherung ist ein Konzept, wie sich die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zusammensetzen sollen. Demnach soll jeder Bürger einzahlen (auch Selbständige und Beamte). Die Höhe der Beiträge soll nicht nur abhängig vom Arbeitseinkommen sein. Dies ist der aktuelle Gesetzesstand. In der Bürgerversicherung sollen alle Einnahmen, die erzielt werden, berücksichtigt werden. Auch Mieteinnahmen und Zinsen.Was bedeutet das? Ein Beispiel soll das verdeutlichen: X ist Angestellter und verdient 3.000,00 Euro brutto. Davon muss er 14,9 Prozent an die Krankenkasse abführen, die Hälfte abzgl. des Zahnbeitrages der Arbeitnehmer von 0,9 Prozent trägt sein Arbeitgeber. Dies sind 447 Euro pro Monat.
Y arbeitet nicht, er besitzt eine Immobilie. Er erhält von seinen Mietern 3.000,00 Euro brutto. Er muss davon nichts an die Krankenkasse abführen.
Die Bürgerversicherung soll nach dem Willen von SPD, Grüne und Die Linke eingeführt werden. Die schwarz-gelbe Koalition verfolgt nicht dieses Ziel. Unabhängig davon ist die Bürgerversicherung für freiwillig gesetzliche Versicherte bereits Realität. Denn sie müssen von ALLEN Einnahmen Beiträge abführen.
Warum ist das so?
Im entsprechenden Gesetz (§ 240 Absatz 1Sozialgesetzbuch 5) heißt es zunächst:
Für freiwillige Mitglieder wird die Beitragsbemessung einheitlich durch den Spitzenverband Bund der Krankenkassen geregelt. Dabei ist sicherzustellen, daß die Beitragsbelastung die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds berücksichtigt.
Der Spitzenverband hat deshal…
» Vollständiger ArtikelThemen: Beitrag , Krankenkasse , Zinsen , Bund , Arbeitseinkommen , Immobilie , Verschiedenes , Krankenversicherung Bürgerversicherung
Erschienen 31. Oktober 2009 auf http://www.medrecht-blog.de.
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