Der Anwalt, die Rechtsschutzversicherung und die Deckungsanfrage
BERLIN BLAWG | 5. Mai 2010 — Mit diesem Dreiklang hatte sich das Kammergericht in seiner Urteil vom 19. März 2010 – 5 U 42/08 – auseinanderzusetzen. Eine Ka…
Wenn Rechtsanwälte damit werben, kostenlose Deckungsanfragen bei den potentiellen (Neu-)Mandanten einzuholen, stellt dies für viele Rechtsanwälte der so genannten alten Schule ein großes Problem dar.
Ein solches Problem, das beim Kammergericht landete. Mit Urteil vom 19. März 2010 – 5 U 42/08 – entschied das Kammergericht, dass die Werbung eines Rechtsanwalts mit kostenlosen Deckungsanfragen grundsätzlich nicht zu beanstanden sei, soweit die Werbung nicht blickfangmäßig erfolge.
Wir haben in der Vergangenheit kostenlose Deckungsanfragen eingeholt; zwar nicht immer, aber immer öfter. Eine solche Anfrage kann schnell erledigt sein. Ich gebe jedoch zu, dass so manche Fallschilderung auch kompliziert sein kann. Dann bietet es sich an, den Mandanten zunächst vorzuschicken oder aber zumindest ein Pauschalhonorar zu vereinbaren für den fall, dass eine Deckungszusage nicht erfolgt.
Ich halte aber nichts davon, die Deckungsanfrage nach dem Gegenstandswert der “Hauptsache” abzurechnen, wie es viele Rechtsanwälte der alten Schule handhaben und aus einem Fall doppelt abzukassieren.
Schlagworte: Anwalt, Berlin, Blickfang, blickfangmäßig, Gewerblicher Rechtsschutz, Kammergericht, Kosten, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte, Schule, Standesrecht, Urteil, Urteile, Werbung, Wettbewerb, Wettbewerbsrecht, W… » Vollständiger ArtikelErschienen 18. Juni 2010 auf http://sewoma.de/berlinblawg.
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