Kostenlose Deckungsanfrage

Wenn Rechtsanwälte damit werben, kostenlose Deckungsanfragen bei den potentiellen (Neu-)Mandanten einzuholen, stellt dies für viele Rechtsanwälte der so genannten alten Schule ein großes Problem dar.

Ein solches Problem, das beim Kammergericht landete. Mit Urteil vom 19. März 2010 – 5 U 42/08 – entschied das Kammergericht, dass die Werbung eines Rechtsanwalts mit kostenlosen Deckungsanfragen grundsätzlich nicht zu beanstanden sei, soweit die Werbung nicht blickfangmäßig erfolge.

Wir haben in der Vergangenheit kostenlose Deckungsanfragen eingeholt; zwar nicht immer, aber immer öfter. Eine solche Anfrage kann schnell erledigt sein. Ich gebe jedoch zu, dass so manche Fallschilderung auch kompliziert sein kann. Dann bietet es sich an, den Mandanten zunächst vorzuschicken oder aber zumindest ein Pauschalhonorar zu vereinbaren für den fall, dass eine Deckungszusage nicht erfolgt.

Ich halte aber nichts davon, die Deckungsanfrage nach dem Gegenstandswert der “Hauptsache” abzurechnen, wie es viele Rechtsanwälte der alten Schule handhaben und aus einem Fall doppelt abzukassieren.

Schlagworte: Anwalt, Berlin, Blickfang, blickfangmäßig, Gewerblicher Rechtsschutz, Kammergericht, Kosten, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte, Schule, Standesrecht, Urteil, Urteile, Werbung, Wettbewerb, Wettbewerbsrecht, W… » Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Anwalt , Berlin , Wettbewerb , Urteil , Urteile , Rechtsanwalt , Kosten , Rechtsanwälte , Schule , Gewerblicher Rechtsschutz , Lte , Werbung , Kammergericht , Blickfang , Blickfangmäßig
Rechtsgebiet: Wettbewerbsrecht

Erschienen 18. Juni 2010 auf http://sewoma.de/berlinblawg.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Der Anwalt, die Rechtsschutzversicherung und die Deckungsanfrage

BERLIN BLAWG | 5. Mai 2010 — Mit diesem Dreiklang hatte sich das Kammergericht in seiner Urteil vom 19. März 2010 – 5 U 42/08 – auseinanderzusetzen. Eine Ka…

Werbung mit einer kostenlosen Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung nur eine wettbewerbsrechtliche Bagatelle?

beck-blog | 23. April 2010 — Dass es unter den Anwälten eine weit verbreitete Praxis geben mag, die Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung für den…

Wettbewerbsverstoß durch unzureichende Angaben bei weltweiten Versand

BERLIN BLAWG | 14. Juni 2010 — Wer im Internet damit wirbt, die Ware weltweit zu versenden, muss nach gefestigter Auffassung des OLG Hamm Verbraucher vor Einl…

BGH: Verletzung steuerrechtlicher Vorschriften kein Wettbewerbsverstoß

BERLIN BLAWG | 8. Juni 2010 — Der Bundegerichtshof hat in seinem Urteil vom 02. Dezember 2009 – I ZR 152/07 – entschieden, dass die Verletzung steuerrechtl…

LG München I: Für die anwaltliche Deckungsanfrage bei der Rechtschutzversicherung kann eine 0,8-fache Geschäftsgebühr berechnet we…

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 28. Mai 2009 — LG München I, Urteil vom 06.05.2008, Az. 30 O 16917/07 § 288 BGB, Nr. 2300 RVG VV Das LG München I hat entschieden, dass ei…

Werbung Mit Herstellergarantie: Werbung mit Herstellergarantie oftmals wettbewerbswidrig

BERLIN BLAWG | 11. Juni 2010 — Die Garantie oder das Garantieversprechen ist nicht zu verwechseln mit Gewährleistungsrechten. Verkäufer müssen beim Verkauf ne…

Vollstreckung einer einstweiligen Verfügung im Ausland

BERLIN BLAWG | 9. Juni 2010 — In seinem Beschluss vom 25. März 2010 – I ZB 116/08 – nimmt der BGH zu den Voraussetzungen für die Vollstreckung einer Beschl…

Werbung mit Herstellergarantie oftmals wettbewerbswidrig

BERLIN BLAWG | 11. Juni 2010 — Die Garantie oder das Garantieversprechen ist nicht zu verwechseln mit Gewährleistungsrechten. Verkäufer müssen beim Verkauf ne…

BGH: Wettbewerbsverein und die Kosten für eine zweite Abmahnung

BERLIN BLAWG | 27. Februar 2010 — Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 21.01.2010 – I ZR 47/09 – entschieden, dass ein Wettbewerbsverein, der einen M…

OLG Hamm zur Salamitaktik: Beobachtungs- Prüfpflichten des Abmahners

BERLIN BLAWG | 16. April 2010 — Mir Urteil vom 21. Januar 2010 – 4 U 168/09 – hat das Oberlandesgericht Hamm festgestellt, dass derjenige, der im Internetauf…