Kostenlos – 2 -Schwarzfahren ?

340 Millionen Schwarzfahrten im Jahr sollen es nach Angaben des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen sein. Immer mehr Menschen nutzen den öffentlichen Nahverkehr – und immer mehr Fahrgäste weigern sich, dabei regulär zu bezahlen. Bei Autofahrern usus, aber umstritten sind Warnmeldungen vor Radarfallen. Umstritten, weil sie suggerieren, schnelles Fahren sei nur ein Kavaliersdelikt. Verbreitet dennoch – auch von Radiosendern und im Internet, teils mit dem Argument, im Ergebnis würde wenigstens dann langsamer gefahren. Angesichts der Zahl von Verkehrsunfällen wegen zu schnellen Fahrens und nicht angepassten Fahrens nicht wirklich überzeugend. Nun dehnt sich die Praxis der Warnmeldungen auf einen weiteren Bereich aus: den öffentlichen Nahverkehr. Und wird technisch mit der besseren Verfügbarkeit von Netzen in U-Bahnen etc noch zunehmend erleichtert. Neu ist, dass sich die Schwarzfahrer über das Internet organisieren und sich so gegenseitig vor Kontrolleuren warnen. Nun schlägt der Verband deutscher Verkehrsunternehmen Alarm und fordert Strafen von bis zu 120 Euro. Zu recht? Dafür spricht, dass Verkehrssysteme, ökologisch sinnvollere als das Auto im Vergleich, nur dann finanziell noch tragfähig und finanzierbar sind, wenn sie sich auch refinanzieren über die Fahrtkosten. Verlustgeschäfte, die durch immer mehr (dann wieder über öffentliche Gelder und damit die Steuerzahler „solidargemeinschaftlich“) ausgeglichen und bezuschusst werden müssen, werden entweder für die verteuert, die d…

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Themen: Schwarzfahren , Social Networking , Internetwarnung

Erschienen 3. Februar 2012 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.

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