Kopierkosten - der Ärger nimmt kein Ende
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 2. März 2010 — Es ist jetzt das dritte Mal in einer Woche, dass Anfragen von Rechtspflegern hier eingehen, die die Kopierkosten erläutert haben w…
Kerstin Rueber, Strafverteidigerin aus Koblenz, beklagt sich völlig zu Recht über die Angewohnheit von nicht wenigen Kostenbeamten/Revisoren bei den Gerichten, ihre aus Steuergeldern bezahlte Zeit damit zu verplempern, an Kopierkosten oder Kosten des Einscannens herumzumäkeln, obwohl erkennbar (z.B. durch Beiakten, Rückseiten, Strafregisterauszüge oder, oder, oder) nicht zu viel Duplikate gefertigt wurden oder weil erkennbar ein ungesundes Kosten-Nutzen-Verhältnis (Bei 300 Seiten werden 5 Kopien bemängelt, dafür wird dann ein Brief geschrieben, Porto verknallt, Arbeitszeit verschenkt etc.) vorliegt. Als Kommentar habe ich mir erlaubt, dort auf die Angriffe eines völlig Ahnungslosen zu schreiben: @revisor Schön, dass sich hier mal jemand outet, der dokumentiert, dass er überhaupt keine Ahnung von dem hat, was er zu beurteilen hat. Die Maschine, die scannt, gibt es nicht umsonst. Jeder Scanvorgang beginnt mit dem Aktenstudium und der Verfügung, welches Blatt zu kopieren ist. Die Maschine, die scannt, will angeschafft und bezahlt sein (Kaufpreis/Leasing/Miete). Mit Strom wird die Kiste auch noch gefüttert. Das Speichermedium muss bezahlt werden, die Reinigungskraft, die das Gerät putzt, die Wartung pro Monat, die anfallenden Reparaturkosten. Dann gibt es die Vollidioten bei Staatsanwaltschaft und Gericht, die Rückseiten beschreiben, weil sie nicht bereit und in der Lage sind, zu erkennen, dass das jedes Kopieren oder Scannen deutlich verzögert (übrigens auch, wenn Diener des Öffentlichen Dienstes z.B. Zweitakten fertigen müssen, egal, ob Scannen oder Kopieren - aber da werden ja nur Steuergelder verbrannt, wen interessierts!). Auf den Vorgang sind Allgemeinkosten wie Raummiete, Nebenkosten und Personalkosten umzulegen, so dass bei einer realistischen betriebswirtschaftlichen Kalkulation (von so etwas haben aber Revisoren nun wirklich keinen blassen Schimmer, wie wir spätestens jetzt wissen) nichts bis fast nichts übrig bleibt, was mit Gewinn zu tun hat, ohne dass es des E…
» Vollständiger ArtikelErschienen 3. März 2010 auf http://strafprozess.blogspot.com.
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 2. März 2010 — Es ist jetzt das dritte Mal in einer Woche, dass Anfragen von Rechtspflegern hier eingehen, die die Kopierkosten erläutert haben w…
Höchststrafe? | 14. Juni 2011 — Manchmal versucht der Staat, Geld zu sparen. Und manchmal funktioniert das auch richtig gut. So auch bei den Pflichtverteidiger…
Das Immobilienrechtsblog | 5. Februar 2009 — Die Kollegen Ballmann (Richter) (Judge Anonymous) Dr. Selk (RA) stoßen sich am Tackerwahn - sei es jetzt von Anwälte…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 9. April 2010 — Bei Kerstin Rueber, Strafverteidigerin aus Koblenz, geht es hoch her. Nicht, dass bei ihr permanent die Puppen auf dem Tisch tanze…
Red Tape | 8. Februar 2010 — Es muss wohl in einigen Kanzleien üblich (gewesen) sein, dass auch außergerichtlich Schriftsätze in zweifacher Ausfertigung übe…
Vier Strafverteidiger | 7. September 2006 — Ich hatte einen von den Ermittlungsbehörden so genannten “jugendlichen Intensivtäter” zu verteidigen, der während einer laufe…
LawBlog | 6. Januar 2009 — In einer Wirtschaftsstrafsache war ich als Pflichtverteidiger beigeordnet. Schon bei der ersten Akteneinsicht vor einigen Jahre…
Archivalia | 20. Mai 2008 — Ein Archivpädagoge möchte mit Archivgut in einem Schulprojekt arbeiten und möchte jedem beteiligten Schüler einen Reader mit kopie…
Rechtsanwalt News | 30. Juni 2010 — Ich hatte mich schon auf ein schnelles Versäumnisurteil vor dem Landgericht eingestellt, da die Gegenseite nichts erwidert ha…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 8. September 2008 — Zum x-ten Mal musste ich heute fristwahrend gegen einen Strafbefehl Einspruch einlegen, weil die Staatsanwaltschaft bei der Aktene…
Rechtsanwalt + Fachanwalt f. Strafrecht W. Siebers aus Braunschweig bietet professionelle Strafverteidigung, Vertretung in Verkehrs-OWI-Verfahren und Verkehrsunfallabwicklung bundesweit