Keine Begrenzung der Unterkunftskosten bei Umzug in ein anderes Bundesland
Anwälte am Spittelmarkt | 24. August 2010 — Das Bundessozialgericht hatte zu entscheiden, ob der örtlich zuständige kommunale Träger nach einem Umzug aus Bayern die Kosten…
Das Sozialgericht Gießen – S 25 AS 775/10 – hat entschieden, dass der Landkreis Gießen die Kosten der Unterkunft für die dort lebenden Hartz IV Empfänger neu berechnen muss. Das vom Landkreis und der Stadt vorgelegt Konzept zur Ermittlung der KDU sei nicht schlüssig. Dies sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass nicht genug Wohnungen mit einbezogen seine worden und die verwendeten Daten zu alt gewesen seinen.Einen Teilerfolg konnte eine vierköpfige Familie mit ihrer Klage gegen die GIAG (Gesellschaft für Integration und Arbeit Gießen) auf höhere Leistungen für Unterkunft und Heizung vor dem Sozialgericht Gießen erzielen. Das Gericht gab der GIAG auf, über diese Kosten „unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts“ neu zu entscheiden.
Die Familie erhält seit Januar 2005 Hartz IV-Leistungen und bewohnt eine 103 qm große 4-Zimmer-Wohnung in Gießen. Die Miete hierfür beträgt insgesamt 770,84 EUR monatlich.
Nach sechs Monaten kürzte die GIAG ihre Zahlungen auf die angemessenen Kosten von monatlich 626,28 EUR. Zur Begründung für die vermeintliche Angemessenheit dieser Kosten legte sie ihr „Konzept über die Festlegung der angemessenen Kosten der Unterkunft im Landkreis Gießen“ vom 09.06.2010 vor. Dieses Konzept berücksichtigt die Kosten der Unterkunft aller Leistungsempfänger sowie Daten von angemessenem Wohnraum aus Kleinanzeigen des Giessener Anzeigers (insgesamt derzeit 4894 Datensätze) und Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse des Landkreises und der Stadt Gießen.
Das Sozialgericht hie…
» Vollständiger ArtikelErschienen 18. Dezember 2010 auf http://www.anwalt-kiel.com.
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