Streit um Bau-Mindestlöhne endet mit Kompromiss
Reuters | 21. Juni 2008 — Berlin (Reuters) - Im Streit über die Mindestlöhne in der deutschen Bauwirtschaft haben sich die Tarifparteien nach elfstündige…
Berlin (Reuters) - Im Streit über die Mindestlöhne für die 700.000 Beschäftigten im Baugewerbe haben sich die Tarifparteien auf einen Kompromiss verständigt.
Demnach bleibt der Mindestlohn auch in Ostdeutschland zweistufig, wird in diesem Jahr auf ostdeutschen Baustellen aber nicht angehoben. Im Westen steigt der Mindestlohn zum 1. September wie vorgesehen. Darauf verständigten sich die Gewerkschaft IG BAU sowie die beiden Branchenverbände ZDB und HBD am späten Freitagabend nach elfstündigen Verhandlungen mit dem als Schlichter berufenen früheren Wirtschaftsminister Wolfgang Clement.
Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) hatte ursprünglich darauf bestanden, nur noch die unterste Lohnuntergrenze verbindlich festzulegen. Der bei den Verhandlungen in Königswinter bei Bonn gefundene Schiedsspruch stehe "unter dem Vorbehalt der Zustimmung der ostdeutschen baugewerblichen Verbände", erklärte der ZDB. Für den Verband stehe die Einigung unter der Bedingung, dass vom 1. September 2009 an nur noch die unterste Lohngruppe festgelegt werde.
Die Mindestlöhne im Osten bleiben für ein Jahr unverändert bei neun Euro für ungelernte Arbeiter und 9,80 Euro für angelernte Arbeiter. Im Westen dagegen steigen die Stundenlöhne in der Lohngruppe I von 10,40 Euro auf 10,70 Euro und von 12,50 Euro auf 12,85 Euro (Berlin 12,70 Euro) in der Lohngruppe II. Die Tarifparteien müssen der Einigung bis zum 4. Juli noch endgültig zustimmen.
IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel zeigte sich zufrieden mit der Einigung: "Damit bleibt das Baugewerbe ein Vorbild für alle Branchen, die einen Mindestlohn anstreben." Der Mindestlohntarifvertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr ab dem 1. September. Er muss vorher noch vom Arbeitsministerium auf der Grundlage des Entsendegesetzes für allgemeinverbindlich erklärt werden. In der Regierung wird seit Monaten darüber gestritten, weitere Branchen wie die Zeitarbeit oder Wach- und Sicherheitsdienste in das Entsendegesetz aufzunehmen, um Mindestlöhne auf weitere Branchen auszuweiten.
Reuters | 21. Juni 2008 — Berlin (Reuters) - Im Streit über die Mindestlöhne in der deutschen Bauwirtschaft haben sich die Tarifparteien nach elfstündige…
Reuters | 20. Juni 2008 — Berlin (Reuters) - Im Streit über die Zukunft der Mindestlöhne in der Bauwirtschaft ist am Freitag die Schlichtung angelaufen. …
Reuters | 6. Mai 2009 — Berlin (Reuters) - Der Streit über den Mindestlohn blockiert die Tarifgespräche in der Baubranche. Die Gewerkschaft IG Bau fo…
Reuters | 9. März 2010 — Berlin (Reuters) - Die mehr als 200.000 Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche bekommen ab Juli mehr Geld. Die Stundenlöhne …
Reuters | 23. Mai 2009 — Frankfurt (Reuters) - Im Tarifkonflikt der Baubranche haben Arbeitgeber und Gewerkschaft eine Einigung erzielt und damit Streik…
Reuters | 2. Februar 2010 — Berlin (Reuters) - Die Arbeitgeber wollen neuen Mindestlöhnen nur zustimmen, wenn dadurch keine Tarifverträge mit geringeren Lö…
Reuters | 12. Januar 2009 — Berlin (Reuters) - Union und SPD wollen das Entsendegesetz für branchenspezifische Mindestlöhne auf fünf weitere Branchen mit ü…
Reuters | 14. Juli 2010 — Berlin (Reuters) - Die rund 800.000 Beschäftigten in der Pflegebranche erhalten ab August einen gesetzlichen Mindestlohn. Die…
Reuters | 11. Februar 2010 — Berlin (Reuters) - Die neuen Mindestlöhne für über 900.000 Gebäudereiniger und Dachdecker sollen rasch für die gesamte Branche …
Reuters | 23. Mai 2009 — Frankfurt (Reuters) - Arbeitgeber und Gewerkschaft haben den Tarifkonflikt in der Baubranche nach harten Schlichtungsverhandlun…