Komm ich zeig dir wie groß meine Liebe ist…
K.Schmidt/Pixelio
…und bring mich für dich um. Mein Mandant hatte einiges hinter sich. Seine Beziehung zu seiner Freundin war eine Achterbahnfahrt.
Gerade als er sich wieder einmal Hoffnungen machte, dass er seine Freundin zurückgewinnen könne, berichtete ihm ein Bekannter, dass
er sie am Vorabend mit einem anderen gesehen hat. Das gab ihm den Rest und der Verstand setzte komplett aus. Als Zeitsoldat und
Waffenkammerverantwortlicher hatte er Zugang zu und
Munition. Er beschloss seinen „Abgang“ zu inszenieren.
Am Abend nach Dienstschluss ging er heimlich in die Kammer, nahm eine Pistole und eine Schachtel Munition an sich und verabredete
sich für den nächsten Tag mit seiner Freundin an einem Bahnhof. Dort angekommen, setze er sich in ihr Auto. Man fuhr ein Stück, als
er plötzlich die Waffe zog und sich diese an den Kopf hielt. Seine Freundin flüchtete panisch aus dem Auto, er ging hinterher und
wollte ihr die Pistole geben.
Irgendwie gelang es ihr meinen Mandanten wieder in das Auto zu bewegen und in eine beliebtere Gegend zu manövrieren. Dort drohte sie
um Hilfe zu schreien, wenn er nicht sofort aus dem Auto aussteigt. Das tat er dann auch, fuhr danach mit seinem Auto stundenlang
ziellos durch und kam irgendwann abends vor dem Haus
seiner Freundin an. Die war aber nicht da. Durch den Hintereingang verschaffte er sich Zutritt zum Haus und nahm – warum auch immer –
ihren Ausweis an sich. Danach fuhr er nach Hause.
Zwischenzeitlich hatte die Freundin natürlich die Polizei informiert, der Standort meines Mandanten wurde über sein Mobiltelefon
ermittelt, Feldjäger und das SEK standen in der Nähe seiner Wohnung und warteten auf einen günstigen Augenblick. Angekommen
zerschnitt er erst einmal den Ausweis seiner Freundin, wollte sich dann erschießen, hatte dann aber nicht den Mut dazu und hängte
sich an der Tür auf. Das verwendete Kabel riss glücklicherweise und mein Mandant lag bewusstlos am Boden. Er kam zu sich, als er das
Bersten der Wohnungstür hörte. Gerade als er zur Waffe greifen wollte, bekam er ein Schild eines SEK-Beamten an den Kopf…
Nach einigen Wochen in der Psychiatrie des Bundeswehrkrankenhauses, hatte sich sein Zustand stabilisiert. Er konnte entlassen werden
und kam mit einer Ladung zur Beschuldigtenvernehmung zu mir. und mit einer
Waffe wurde ihm vorgeworfen. Keine Kleini…
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