“Komm zu mein Wohnung, dann klären wir das…”

So endete ein Telefonat welches ich mit dem Ehemann einer Schuldnerin geführt habe. Die Sache sah zunächst relativ einfach aus, die Schuldnerin bezahlte die Hauptforderung wenige Tage nach meinem ersten Schreiben, in dem ich ihr mitteilte, dass ich mit dem Einzug der Forderung betraut wurde. Allerdings zahlte sie direkt an den Mandanten, was aber auch kein großes Problem darstellte. Wenig später rief mich die Schuldnerin an um zu fragen, ob sie den auch noch die Inkassokosten bezahlen müsse. Da sie im Verzug war bejahte ich dies und die Schuldnerin versprach mir, die Gebühren in den nächsten Tagen auch noch zu überweisen.

Als einige Zeit später noch immer nichts auf dem Konto war rief ich ihr an und sie erklärte mir, dass sie krank gewesen sei und es aber sofort nachholen werde.

Rund eine Woche später rief ich ihr erneut an, weil sie die Gebühren noch immer nicht beglichen hat. Am Telefon war dieses mal jedoch nicht die Schuldnerin selbst, sondern deren Ehemann. Dieser teilte mir in gebrochenem Deutsch und mit russischem Akzent mit, dass die Sache erledigt ist und die Rechnung bezahlt ist. Dass Gebühren entstanden sind wisse er auch, allerdings interessiere ihn das nicht. Die Schuldnerin selbst war selbstverständlich nicht zu sprechen. Da der Ehemann zum einen nicht der richtige Ansprechpartner ist und das Gespräch mit ihm zum anderen zu nichts führte beendeten wir die Diskussion ohne Ergebnis.

Ich versuchte dann die Schuldnerin wenige Tage später zu einer Zeit zu erreichen, zu der ich sie bereits früher selbst erreicht habe. Ich erreichte auch jemand, aber natürlich wieder nur den Ehemann, der mir erklärte, dass seine Frau zwar da sei, sie das aber nichts mehr anginge, da er die Sache übern…

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Themen: Gebühren , Akzent , Schuldner , Mein Wohnung

Erschienen 13. Februar 2010 auf http://www.stuttgart-inkasso.de.

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