Kombien fordert 1 Milliarde Dollar Drogengelder von den USA
am 28.09.2006 von http://www.strafblog.de
SPIEGEL-ONLINE zufolge fordert der stellvertretende Präsident Kolumbiens, Francisco Santos, von den USA die Zahlung von wenigstens 1 Milliarde Dollar Drogengelder. Hintergrund ist ein gerade in Miami stattgefundener Strafprozess gegen zwei kolumbianische Drogenbosse, die dem sogenannten Cali-Kartell zugerechnet werden. Die Männer sind am Dienstag in Florida wegen Handeltreibens mit mindestens 200 Tonnen Kokain zu jeweils 30 Jahren Haft verurteilt worden. Zuvor hatten sie ihr gesamtes Vermögen im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar an die amerikanischen Behörden übergeben und dafür im Gegenzug die Zusicherung erhalten, dass die Verfahren gegen 28 weitere Familienangehörige eingestellt werden.
Die kolumbianischen Behörden hatten die beiden Drogenboose, die zuvor rund 10 Jahre in kolumbianischen Gefängnissen eingesessen und von dort ihre Drogengeschäfte weiterbetrieben haben, an die USA ausgeliefert.
Wir haben die Toten gestellt, waren an der Front dieses Kampfes, das Geld wurde hier mit viel vergossenem Blut gescheffelt, begründete Santos den Anspruch seines Landes auf die Hälfte der Drogengelder.
Man darf gespannt sein, wie die USA auf das Anliegen Kolumbiens reagieren.
Autor: RA Rainer Pohlen
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